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Thema: Was macht das Messer in der Tasche ?

  1. #526
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    oxox
    Wenn man das jetzt statistisch betrachtet und sagt nur 1 M&M in 10.000 ist vergiftet würde hier wahrscheinlich keiner mehr M&Ms essen
    M&M muss man ja auch nicht essen, sein Leben leben sollte man aber schon. Und da gehört ein gewisses Risiko leider einfach dazu.
    Wieviele Leute essen bedenkenlos Schmerzmittel wegen jeder Kleinigkeit? Und das obwohl die ein viel mehr Menschenleben im Jahr fordern als die "Straßengewalt".

    oxox
    Andererseits denke ich, dass das subjektive Empfinden vom relativ wohlhabenden, berufstätigen 9 to 5er, Akademikern, usw. auch nicht unbedingt repräsentativ sein muss.
    0700-1700 bitteschön, wobei „wohlhabend“, naja. Und Du denkst echt, der Großteil dieser Leute leben anders als der große Rest der Bevölkerung?

    oxox
    ich glaube ungefähr 1/3 der Deutschen haben nur einen Hauptschulabschluss, wobei deren Stimme medial eher nicht verbreitet wird und wenn halt negativ, von wegen diese Idioten da die ihre Probleme nicht artikulieren können. Da kann man jetzt Witze darüber machen und so weiter, haha Hauptschüler, aber imho ist das ein Aspekt verschiedener Parallelkulturen die relativ isoliert von einander existieren.
    Ich glaube da redet Dir eine innere Stimme etwas ein (ist nicht böse gemeint, aber überprüfe hier bitte dein Selbstwertgefühl, die schulische Ausbildung definiert doch nicht dich als Mensch und deinen Wert innerhalb der Gesellschaft).

    Ich selbst habe auch Hauptschule und dann Lehre und mehrere Jahre im Beruf (und erste danach dann Fachabi und Studium). D.h. ich kenne die Hauptschule sehr gut. Das Ganze ist bei mir schon mehr als 30 Jahre her aber an der selben Hauptschule arbeitet heute mein Frau in der Kantine und mein Sohn ist dort als Schüler (mein Tochter war dort auch auf dem M-Zweig).
    Daher habe ich auch in diese „Welt“ einen sehr guten Einblick. Probleme gibt es dort genug, damals wie heute. Das es aber schlimmer geworden wäre, kann ich nicht sagen (mein Eindruck ist er es ist besser geworden, aber auch das mit Vorbehalt, da aus einer anderen Warte betrachtet). Was es heute mehr gibt, Kinder aus Familien in denen das Geld für’s Essen fehlt – da ist Handlungsbedarf.

    Und nebenbei, warum sollte das eine Parallelwelt sein? In meinem Freundeskreis (wie auch im Freundeskreis meiner Kinder) findet sich alles von (ehemaligen) Hautschülern und Gymnasiasten. Ebenso wie vom „einfachen“ Handwerker zum „Akademiker“ alles vertreten ist.

    Um nicht missverstanden zu werden, niemand bestreitet, dass es Gebiete und Schulen gibt, die sehr weit herunter gekommen sind. Ebenso wie Menschen die es sich nicht leisten können in „normale“ Viertel zu ziehen (und Mangels ausreichenden Einkommens tatsächlich nicht vollständig am normalen Leben teilnehmen können). Ob es heute mehr sind als früher (in relativen Zahlen9 und ob es dort heutzutage schlimmer abgeht, wäre aber auch noch zu klären. Unser „Tal der langen Messer“ hat lange nicht mehr den schlechten Ruf, den es früher (vor 30 Jahren) hatte.
    Geändert von ThomasL (15-11-2019 um 10:57 Uhr)

  2. #527
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    Es gab mal eine Situation wo mir jemand angedroht hat seine "Knarre" zu holen, weil ich mich mit einem seiner Kollegen gestritten habe. Das hätte das auch nur eine Schreckschusspistole oder was weiß ich sein können, aber woher soll ich das in so einem Fall wissen? Könnte mir das jemand in dem Fall verübeln wenn ich ein Messer trage, rein theoretisch. Ich rede nicht vom Richter sondern von euch.
    Wenn mir jemand droht, seine Knarre zu holen, bin ich halt gegangen bis er zurück kommt...

  3. #528
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    Aber doch wohl um deine zu holen, oder

    Spaß beiseite, einfach weggehen und die Polizei dann auf ihn warten lassen.

  4. #529
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    Ich leide weniger darunter als es sich vielleicht anhört. Habe meine Schule nachgemacht, stehe halbwegs im Leben und kenne auch Leute aus vielen Schichten. Die Sache ist aber, dass ich mich da als Anomalie empfinde und ich bei manchen Diskussionen halt denke Leute, es geht nicht allen so gut wie euch und bis zu einem gewissen Grad habt ihr nur Glück gehabt. Ich definiere mich auch nicht über meine Schulzeit, ich sag halt nur es brodelt teilweise und das seit Jahrzehnten.

    Ich hätte das gar nicht erwähnen sollen. Naja.

  5. #530
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    Zitat Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
    Wenn mir jemand droht, seine Knarre zu holen, bin ich halt gegangen bis er zurück kommt...
    Als ich mal den Satz“Hol die Knarre aus dem Auto“hörte, saß ich ruckzuck im fahrenden Auto. Wir wollten nicht rausfinden ob es ein Bluff war.
    Aller höherer Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt -WT-Herb
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  6. #531
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    Zitat Zitat von oxox Beitrag anzeigen
    Meinst du mich oder Klaus von wegen Absolution?
    Ich meine natürlich Dich, da ich Dich zitiert habe. Du wolltest unsere Meinung hören, aber wir können Dir keine Gewissensentscheidung abnehmen. Es wäre zumindest traurig, wenn wir -die Du uns alle nicht kennst- dies überhaupt versuchen würden.

    Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich bin so harmlos ich kann beim Wandern im Wald Spatzen mit der offenen Hand füttern.
    Darum geht es gar nicht. Mir ist sogar egal, ob die Person hinter dem Messer Vorstrafen aufweist oder nicht, die Absicht kann ja trotzdem unabhängig hiervon ganz verschieden ausfallen. Es geht mir darum, dass Du mit einem Messer schlichtweg andere Risiken eingehst: für andere (Verletzung) und für Dich selbst (Psyche, Strafe).

    Das zieht sich durch diesen Faden hier und ist irre anstrengend: Es werden immer wieder einzelne Aussagen auf einen Nenner gebrochen, die ganz unterschiedliche Aspekte beleuchten. Natürlich gibt es im Endeffekt ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Aber wir sprechen hier auch über Einzelheiten und das sollte man trennen, sonst ist das noch in 50 Seiten ein Verwirrspiel.

    Aber ernsthaft, mir wurde das so tatsächlich mal gesagt und an anderer Stelle hat mir jemand gedroht mich abzustechen, wenn derjenige hört ich würde nochmal über ihn reden. Meine Lösung war es zu ignorieren und den Mund zu halten, das wars.
    Ist doch gut gelaufen. Kenne keine Einzelheiten, aber da Du mit der Person sowieso keine Kontakte oder Konversationen pflegen wolltest, war das die beste Entscheidung.

    Habe meine Schule nachgemacht, stehe halbwegs im Leben und kenne auch Leute aus vielen Schichten. Die Sache ist aber, dass ich mich da als Anomalie empfinde und ich bei manchen Diskussionen halt denke Leute, es geht nicht allen so gut wie euch und bis zu einem gewissen Grad habt ihr nur Glück gehabt.
    Das ist eben eine andere Baustelle. Wir reden hier über Selbstverteidigung und Notwehr und da fragt der Verbrecher nicht vorher "Abitur? - Ok, sorry, dann nehm ich nen anderen!"

    Man könnte allerdings zynisch und unsachlich festhalten: der Lebenswandel als solches spielt z.B. für einen Richter wiederum durchaus eine Rolle. Hilfsarbeiter Marvin kann da zunächst einmal schnell in einen anderen Blichwinkel geraten als Bernfried, der Bratschenspieler der Berliner Philharmoniker. Das ist eben das leicht angestaubte Gesellschaftsbild, was ich auch gerne ein wenig aufbreche. Trotzdem, wie hand-erker schon schreibt, sind die Urteile in solchen Bereichen -hier geht es um Freiheitsentzug- in aller Regel sehr dezidiert in jedweder Entscheidungsfindung.

    Nochmal: das kann man wirklich hunderte Seiten diskutieren, Deine Auffassung kann ich da auch verstehen, kenne ich auch von vielen anderen Leuten. Werde Deine Erfahrungen und Meinungen weder stützen, noch widerlegen, gibt Fälle, in denen hast Du sicherlich recht, andere haben trotz wohlbehüteter Kindheit durchaus etliche Negativerlebnisse vorzuweisen. Bringt uns hier nicht weiter. Ist ja ok, dass Du es erwähnt hast, notwendig war´s nicht, aber auch nicht falsch. Alles ok
    It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  7. #532
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    Man sollte wenn man ein Messer mit sich rumträgt und es auch einsetzen möchte halt sehr, sehr spar- und sorgsam mit "ich wollte doch nur ..." und "ich war im Recht!" operieren. Dann muss man tatsächlich ein bischen mehr zurückstecken, Umwege um Grüppchen gehen, und auf Spucken auf den Boden, Füsse auf dem Sitz, lautes Musikhören, "Ankucken" und Sprüche wenig bis gar nicht reagieren. Sheriff spielen sollte man dann unterlassen, ich würde auch nur reagieren wenn es wirklich um ein Gewaltverbrechen geht. Die sind selten, aber wenn mir nochmal eins über den Weg läuft kann ich reagieren. Je nachdem was nötig ist.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  8. #533
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Man sollte wenn man ein Messer mit sich rumträgt und es auch einsetzen möchte halt sehr, sehr spar- und sorgsam mit "ich wollte doch nur ..." und "ich war im Recht!" operieren. Dann muss man tatsächlich ein bischen mehr zurückstecken, Umwege um Grüppchen gehen, und auf Spucken auf den Boden, Füsse auf dem Sitz, lautes Musikhören, "Ankucken" und Sprüche wenig bis gar nicht reagieren. Sheriff spielen sollte man dann unterlassen, ich würde auch nur reagieren wenn es wirklich um ein Gewaltverbrechen geht. Die sind selten, aber wenn mir nochmal eins über den Weg läuft kann ich reagieren. Je nachdem was nötig ist.
    Sehe ich genau so!
    Ja, ich trage ein Messer(auch zur SV) DIE; Versuche aber dessen Einsatz einfach dadurch zu verhindern, in dem ich zu gewissen Uhrzeiten nicht in "Problemgegenden" bin etc und ich mich nicht überall einmische!? Für Recht und Ordnung sind in D-land Ordnungsamt und Polizei zuständig und nicht ich

  9. #534
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    Zitat Zitat von hand-werker Beitrag anzeigen
    Der Fall Sven G. geisterte ja hier jahrelang immer als klassisches Fehlurteil eines weltfremden Richters rum. Irgendein User hat hier mal das Urteil verlinkt und das war dann gar nicht mehr so weltfremd (ich finde es leider nicht mehr, daher kann ich keine Quelle verlinken, sorry). Zusammengefasst stellte es sich so dar: 2 Gruppen geraten in Streit, man entschließt sich, das Ganze mit den Fäusten auszutragen, Sven G. zieht unbemerkt sein Neckknife und greift damit an, während sein Kontrahent noch denkt, sich auf eine "normale" Prügelei einzulassen (es war in dem Moment wohl 1:1 in klassischer Boxstellung). Genau aus dem Grund ("heimtückischer Einsatz der Waffe") hat das Gericht ihn dann verurteilt - zudem sei das Messer auf Grund der körperlichen Überlegenheit des Bewaffneten (20 Kilo schwerer, 10cm größer) nicht das mildeste Mittel gewesen, welches sicher zum Erfolg führt..

    Hier ein Link zu einem Zeitungsartikel:
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen...aeter-1.363639
    respekt, du hast ein gutes gedächtnis - ich denke, du meinst mein folgendes posting:

    https://www.kampfkunst-board.info/fo...01#post3423701
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  10. #535
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    Jo, stimmt. Ich hatte in Erinnerung, dass du das Urteil verlinkt hattest. Da war das Gedächtnis nur fast gut :-)
    Kannix, 24.06.2010, 14:17 Uhr: "Also ich hab noch oben ein Luftgewehr, ganz normal. Bei Katzen jedenfalls gibts keine sichtbaren Verletzungen"

  11. #536
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    Zitat Zitat von hand-werker Beitrag anzeigen
    Der Fall Sven G. geisterte ja hier jahrelang immer als klassisches Fehlurteil eines weltfremden Richters rum. Irgendein User hat hier mal das Urteil verlinkt und das war dann gar nicht mehr so weltfremd (ich finde es leider nicht mehr, daher kann ich keine Quelle verlinken, sorry). Zusammengefasst stellte es sich so dar: 2 Gruppen geraten in Streit, man entschließt sich, das Ganze mit den Fäusten auszutragen, Sven G. zieht unbemerkt sein Neckknife und greift damit an, während sein Kontrahent noch denkt, sich auf eine "normale" Prügelei einzulassen (es war in dem Moment wohl 1:1 in klassischer Boxstellung). Genau aus dem Grund ("heimtückischer Einsatz der Waffe") hat das Gericht ihn dann verurteilt - zudem sei das Messer auf Grund der körperlichen Überlegenheit des Bewaffneten (20 Kilo schwerer, 10cm größer) nicht das mildeste Mittel gewesen, welches sicher zum Erfolg führt..

    Hier ein Link zu einem Zeitungsartikel:
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen...aeter-1.363639

    Wie man dem Link von Mr. Fister entnehmen kann, war die Quelle für Deine Version ist kein verlinktes Urteil, sondern einzig die Behauptung von Mr. Fister, das würde so aus nicht öffentlichen Gerichtsakten darstellen.
    Kann man glauben, oder eben nicht.
    Warum sollte ein Richter bei einer einvernehmlichen Schlägerei von einer Notwehrsituation ausgehen?
    Warum hat sich nicht mindestens die linke Presse diese Information veröffentlicht?
    Und wenn der vom Richter angenommene vorsätzliche Tötungsversuch heimtückisch war, warum wurde nicht auf Mordversuch erkannt?
    Geändert von Pansapiens (15-11-2019 um 20:32 Uhr)
    "Verlockend ist der äußere Schein. Der Weise dringet tiefer ein.“
    -Wilhelm Busch-

  12. #537
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    Nun gut, da bin ich sicher ... ein 1,75-Mensch trifft mich "stark betrunken" nicht (nüchtern eher auch nicht), und meinen Konter nimmt er auch nicht.

    P.S.: So Leute wie Nurmagomedov nehme ich mal aus, die treffe ich nur selten.
    Geändert von Klaus (15-11-2019 um 22:41 Uhr)
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  13. #538
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Wie man dem Link von Mr. Fister entnehmen kann, war die Quelle für Deine Version ist kein verlinktes Urteil, sondern einzig die Behauptung von Mr. Fister, das würde so aus nicht öffentlichen Gerichtsakten darstellen.
    Kann man glauben, oder eben nicht.
    oder man die bemüht die einschlägige juristische fachpresse,in diesem fall die NStZ 2011, 186 ff. und liest den aufsatz von prof. erb (in welchem er das urteil des lg münchen I ziemlich zerreisst), in dem der sachverhalt ein wenig näher dargestellt wurde...

    ps: es gibt zu dem artikel auch ne kurzzusammenfassung, die ist aber bzgl. der hier interessanten hintergründe wenig zielführend da reichlich unpräzise (bzw teilweise schlicht falsch - tatwaffe war z.b. kein "taschenmesser" sondern ein neck knife)

    https://research.wolterskluwer-onlin...4-ba1602458487
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  14. #539
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    Zitat Zitat von Mr.Fister Beitrag anzeigen
    oder man die bemüht die einschlägige juristische fachpresse,in diesem fall die NStZ 2011, 186 ff. und liest den aufsatz von prof. erb (in welchem er das urteil des lg münchen I ziemlich zerreisst), in dem der sachverhalt ein wenig näher dargestellt wurde...

    ps: es gibt zu dem artikel auch ne kurzzusammenfassung, die ist aber bzgl. der hier interessanten hintergründe wenig zielführend da reichlich unpräzise (bzw teilweise schlicht falsch - tatwaffe war z.b. kein "taschenmesser" sondern ein neck knife)

    https://research.wolterskluwer-onlin...4-ba1602458487
    Danke.

    Verstehe ich das richtig:
    Der Autor des Artikels, dem Du die Hintergründe entnommen hast, kommt zu der Auffassung, dass das Gericht hätte auf Notwehr entscheiden müssen, bzw. eine eventuelle Notwehrüberschreitung aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken geschah und daher nicht zu bestrafen war?
    "Verlockend ist der äußere Schein. Der Weise dringet tiefer ein.“
    -Wilhelm Busch-

  15. #540
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Danke.

    Verstehe ich das richtig:
    Der Autor des Artikels, dem Du die Hintergründe entnommen hast, kommt zu der Auffassung, dass das Gericht hätte auf Notwehr entscheiden müssen, bzw. eine eventuelle Notwehrüberschreitung aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken geschah und daher nicht zu bestrafen war?
    du, ich habe den artikel relativ kurz nach erscheinen gelesen, also 2011. das posting, welches ich in meinem link zitiere, was ich damals für eine diskussion im tactical forum geschrieben habe, ist von juli 2011. sei mir also jetzt bitte nicht böse, wenn ich lediglich auf das verweise, was ich damals geschrieben habe, als die info noch frisch und präsent war.

    ich ergänze aber noch mal folgendes, weil ich es bemerkenswert fand und es mir gemerkt habe:

    ja, prof. erb hält das urteil für grob fehlerhaft und sieht das ganze als notwehr an. seine bearbeitung ist zu großen teilen der feuchte traum jedes sv-interssierten juristen, da er diversen klischee- rechtsprechungs-bullshit im urteil genüßlich zerpflückt. er stellt z.b. mal klar heraus, das gewicht und größe per se keine indikatoren für eine sog. physische überlegenheit in gewaltsituationen sind, sondern vielmehr die praktische (kampf)erfahrung des individuums in/mit deratigen situationen. er hat bei der abfassung auch offensichtlich stark mit einem aus dem ju jutsu kommenden einsatztrainer der polizei zusammengerabeitet, der was von seinem handwerk zu verstehen scheint, weshalb erb auch recht klar statuiert, dass vieles, was vom gericht als alternativverhalten gefordert wurde, theoretiker-blödsinn bzw. faktisch nicht leistbar war.

    einiges vom oben genannten hat er hier zweitverwertet: https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/ar...index.php?sz=6
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