Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Das, was wir z.B. Bei unseren Braungurtprüfungen, machen, würde bei jedem 12-jährigem Traumata auslösen, die er so schnell nicht wieder los wird. Das ist sogar für viele Erwachsene fast zuviel. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, was wir machen, aber wir zeigen den Leuten wie richtige Gewalt Aussieht und zwar draussen, wenn es nass kalt und dunkel ist. Seit wir deswegen Ärger mit der Polizei hatten (erklär mal den Ordnungshütern, dass sich der Typ da freiwillig von mehreren mit Stöckern zusammenschlagen lässt...) machen wir das in einer privaten Baumschule.
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Niemand muss unsere Art der Prüfung gut finden, ehrlich gesagt verstehe ich die Leute sogar sehr gut, die uns für krank halten, daher werde ich auch keine Details hier schreiben.
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Es geht um die Erfahrung der Gewalt, um die Hilflosigkeit, um die Demütigung um die Angst. Ich werde hier jetzt jedoch nicht schreiben, was wir mit unseren Prüflingen genau machen, denn das gehört nicht in ein öffentliches Forum.
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Nein, denn warum sollte man aufhören nur weil jemand am Boden liegt?
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Die Angreifer achten darauf, dass es keine schwerwiegenden Verletzungen gibt, die ein Weitermachen der Prüfung behindern würden. Rippenbrüche/Prellungen, bzw. Kapselverletzungren zählen z.B. nicht zu schwerwiegenden Verletzungen, die merkt man eh nicht in der Situation.
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In unseren Prüfungen hat der Prüfling keine Chance. Er ist körperlich schon fertig, bevor wir mit ihm rausgehen. Wir sind viele, er ist alleine. Wir haben Waffen, er nicht (es sei denn er kommt an eine von unseren ran ).
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(als Waffen benutzen wir)u.a. Bo, Jo, stumpfe (aber "halbspitze") Messer, Ketten, Mag-Lites, Tonfa
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Eins sei klar gesagt: es geht eben nicht darum den anderen sinnlos zu verprügeln!
Ich habe oben mal ein paar Aussagen von dir zusammengesammelt, in denen du eine "Prüfung" bei euch beschreibst.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, bewaffnest du dich dabei mit ein paar Männern unter anderem mit Knüppeln und Ketten, führt den "Prüfling" (Opfer?) in eine private Baumschule, um keinen Ärger mit der Polizei zu bekommen, und anschließend prügelt ihr gemeinsam auf den "Prüfling" ein, der nach deiner eigenen Aussage "keine Chance" hat, damit der lernt, was Schmerzen, Angst, Demütigung und Gewalt sind. (Wozu auch immer das jemand erleiden muss für sein zukünftiges Leben)

Mal abgesehen davon, dass ich deine ganzen "esoterischen" Erklärungsversuche dazu für blanken Unsinn halte und mir das Ganze eher wie ein "Aufnahmeritual" wie bei M13 & Co vorkommt (bzw. simples Ausleben von Gewaltfantasien), ist das doch ein ziemlich gutes Beispiel dafür, welch furchtbare Folgen Gruppenzwang/Gruppendynamik auf einzelne Individuen haben kann.

Eigentlich habe ich nur eine Frage an dich:
Wie kannst du als Arzt und verantwortlicher "Trainer" vor deinem Gewissen verantworten, dass unter Umständen Menschen mit gebrochenen Rippen weiter mit Knüppeln, Ketten und Fäusten von mehreren Männern verprügelt werden, wohl wissend, dass diese nach deiner Aussage "keine Chance" haben?

Klappt das über die Schiene "der macht ja freiwillig mit" oder gibt es da noch einen anderen Mechanismus?
Du sagtest selbst, dass du diese "Prüfung" wohl eher nicht mir einem 12-jährigen machen würdest.
Aber unabhängig davon: Gibt es wirklich Eltern, die von solchen "Prüfungen"/deren Umständen wissen und trotzdem ihr Kind dir und deinem Training anvertrauen?

Ich würde mich ehrlich über eine Antwort freuen, auch wenn dein Posting dazu schon 2 Jahre alt war.