Zitat Zitat von soto-deshi Beitrag anzeigen
Was sollte es dem " Schüler/in " bringen, wenn er von seinen Mitschülern und dem "Sensei ?" verprügelt wird?
Da kann ich keinen tieferen Sinn erkennen.
Es macht schlicht im Rahmen einer sportlichen Graduierung absolut keinen Sinn, den "Prüfling" bei "Dunkelheit" in ein privates Waldstück zu verbringen, damit er dort, -bereits erschöpft und laut Aussage von Kanken chancenlos- von mehreren bewaffneten Männern mithilfe von Knüppeln, Ketten und Metalltaschenlampen brutal zusammengeschlagen werden kann.

Das nach seiner Aussage bisher jeder Prüfling diese "Prüfung" bestanden hat, ist in meinen Augen ebenfalls ein starkes Indiz dafür, dass es sich bei der sogenannten "Prüfung" um ein -aus sportlicher Sicht- sinnfreies verprügeln eines Schülers handelt.

Ich denke, hier lebt einfach jemand unter dem Deckmantel des Sports seine Gewaltfantasien aus und das "Opfer" wird fürs Herhalten mit einer Graduierung "bezahlt".

Das das Ganze selbst nach seiner eigenen Darstellung grob verantwortungslos ist und unter diesen Rahmenbedingungen mit dem Leben/der Gesundheit des Schülers gespielt wird, steht wohl außer Frage.

Niemand kann guten Gewissens nachts bei Dunkelheit in einem Wald die Verantwortung für einen Schüler übernehmen, wenn dieser -selber unbewaffnet und geschwächt - von mehreren Männern mit Ketten und Knüppeln zusammengeschlagen wird.
Abgesehen davon, dass ich es unter solchen Bedingungen für unmöglich halte, gefährliche Verletzungen halbwegs sicher frühzeitig erkennen zu können, entsteht allein durch die Gruppendynamik der Schläger ein unkalkulierbares Risiko für den "Schüler" - zumal man sich erinnern sollte, dass Rippen/Knochenbrüche bei dem "Prüfling" ausdrücklich KEIN Abbruchkriterium sind. (Was unter diesen Bedingungen aus medizinischer Sicht absolut verantwortungslos ist)

Für mich unvorstellbar, das ein Trainer und Arzt, dem seine Schüler ohne Frage einen hohen Vertrauensvorschuss entgegenbringen, solche Veranstaltungen mit seinen Schützlingen organisiert und deren Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzt.

Sicher wird es Menschen geben, die Spaß daran haben, von Männern nachts im Wald verprügelt zu werden. Das sei ohne Frage jedem gegönnt, dass werde ich aber hier nicht diskutieren.

Da ich aber nicht davon ausgehe, dass sich ausgerechnet in seinem Dojo masochistisch veranlagte Menschen konzentrieren, ist deren "freiwillige" Teilnahme an solch traurigen Events aus meiner Sicht nur mit einer erschreckenden Gruppendynamik/Gruppenzwang erklärbar.

Zumindest bin ich froh, dass in diesem "Dojo" wohl keine Kinder/Jugendlichen "unterrichtet" werden.