Erinnerung passt aber ziemlich gut. Nennt man auch "Erfahrung". Wenn ich zig mal auf's Tor werfe, und der Sack hält alles bis ich bestimmte "Tricks" einbaue, dann verselbständigen sich die Tricks, und man macht immer neue Variationen ohne sie sich konkret auszudenken. Sie "kommen" einfach. Und das macht mit ganz grosser Sicherheit irgendein improvisierender Teil des Bewusstseins. Am Ende vergisst man mit welchen Tricks man überhaupt wirft, es passiert einfach. Erklären kann man es dann schwierig.
Meine Erfahrung ist, dass im Endstadium "etwas" das "Qi"/Jin autonom im Körper verteilt. Wenn ich eine Aktion gemacht habe und gleichzeitig kam ein Stoss in den Rücken, dann ging das Jin in den Rücken und von der Hand weg. Ganz einfach weil Absicherung gegen Verletzung höhere Wichtigkeit hat als Tor werfen. Leute bei denen die Wichtung anders ist, emotional, werfen tatsächlich auf Teufel komm raus ins Tor und bleiben dann mit Verletzung liegen. Oder wenn es zu keiner Verletzung kommt weil der Stoss leicht ist habe ich den Wurf einfach durchgezogen. Das spielt sich aber in unter einer Zehntel Sekunde ab, und ich "merke" nur was passiert, beteiligt wie normal wenn man sich überlegt man müsste jetzt mal jemanden anrufen ist man da nicht. Das ist eher so wie Niessen. Das macht auch ein Teil seines Bewusstseins, aus einem konkreten Grund. Aber einer der tiefer liegt und einfacher ist. Ich habe jetzt Probleme, weil ich die holzschnittartigen Reaktionen emotional nicht immer richtig fand. In dem Sinne ist meine Absicht zwiespältig, und tatsächlich klappt es dann mit der Jin-Automatisierung nicht, bei mir ist dann mittendrin der Jin-Fluss abgebrochen und meine Finger, oder der Arm, sind abgeknickt. Diese Automatismen die mir beim Sport richtig klasse geholfen haben kamen eben nicht vom Sport, sondern aus dem Kampf. Und manchmal bekam der Kampf die Oberhand, und ich habe eben eine Reaktion aus dem Kampf bekommen statt vom "Spielen".





Mit Zitat antworten