
Zitat von
kanken
Wenn du gegen Wölfe überleben willst, musst du erleben, was Wölfe machen.
Die Frage ist, wie man da herangeführt wird.

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kanken
Wirkliche Gewalt ist etwas anderes, als das aus dem Kyokushin-Video.
Jein. Wenn viele erfahrene Kämpfer noch unerfahrenere zusammenschlagen ist das sinnlose Gewalt. Aber freiwillig, und gewissen Regeln unterworfen.
Hat definitiv nix mit den Wölfen zu tun.

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kanken
Wir hatten hier doch schon die Videos von den russischen Türstehern und dem U-Bahn-Opfer, dem auf dem Kopf rumgesprungen wird. Diese Typen zeigen, was Gewalt ist, mit denen muss man umgehen lernen.
Und das übt man, in dem man sich auf dem Kopf rumspringen läßt? Ist das nicht zu spät? Das war jetzt natürlich überspitzt...
Man sollte Bereitschaft trainieren, mit dem schlimmsten rechnen, aber auch: Leute erkennen / verstehen, dass man sieht, dem komme ich nicht zu nahe (oder wenn doch: Präventivschlag).

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kanken
Kleine Anmerkung am Rand: Ich heiße diese Art der Gewalt nicht gut, aber wenn ich einen Schritt weitergehen will, muss ich durch diese, in dieser Welt existierende, Gewalt hindurch. Sie ist ein Teil von uns und wir müssen lernen sie zu akzeptieren. Dummerweise wird sie uns sehr früh als nicht "konform" aberzogen...

"Gewalt erzeugt Gegengewalt".
Ich meine, man kann auch mit dieser Aberziehung der Ausübung lernen, mit Gewalt umzugehen. Das lernt jedes Kind schon mit seinen Kumpels, welches Maß das richtige ist. Das einfache "tust du mir nix, tu ich dir nix". Und die meisten Kinder lernen sich trotz "Gewaltverbot" zu wehren. Das ist aber auch wichtig!

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kanken
... das macht sehr oft Probleme, denn diese Gewalt in uns bahnt sich ihren Weg (z.B. Essstörungen, Ritzen, Süchte...). Kampfkunst KANN ein Weg sein an diesen Problemen in uns zu gesunden, Grenzerfahrungen dienen dann als Schlüssel für bestimmte Türen. Wenn man so etwas nutzen will, muss das unter Leuten geschehen, die etwas davon verstehen und wo das in weitere Maßnahmen eingebunden ist, sonst kann der Schuss auch nach hinten losgehen.
Okay.

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kanken
Um zu verstehen, was bedingungslose Annahme und Harmonisierung mit dem Anderen meint, muss ich durch diese Gewalt gehen. Ich kann die Liebe nicht leben, wenn ich die Gewalt nicht kenne (aber das gehört wohl eher ins Philosophieforum...).
Das ist das erste mal, dass ich zu dem von dir geschriebenem sagen muss: Blödsinn! Ich kenne (glücklicherweise!) genug Menschen, die der lebende Gegenbeweis sind, die ihre Kinder, Partner, Familie, Freunde lieben, ohne je große Gewalt erlebt zu haben.
Mich interessiert aber sehr, wie euer Spezialtest genau aussieht, und ab wann ihr das den Leuten zumutet.
"Eternity my friend is a long f'ing time!"