Zitat Zitat von Pyriander Beitrag anzeigen
Danke für die PM;

Mir war dann aufgefallen, dass ich am Thema vorbei schrieb und Dich missverstanden habe, daher der Edit. Und dann ist mir auch in den Sinn gekommen, welchen Tonfall ich in der Kommunikation eigentlich lieber mag.
Hach, die Welt ist sooo schön!
Aber ich fand den Beitrag rhetorisch echt ziemlich gut, Gratulation zu soviel rhetorischem Geschick!


Zitat Zitat von Pyriander Beitrag anzeigen
Das hat viele Folgen (die man bei uns z.T. weniger sieht, aber dennoch gravierend), wie z.B.

-Bodenerosion,
-Übersäuerung des Bodens,
-Pestizidbelastung,
-Herbizidbelastung,
-schwermetallbelastete Klärschlämme,
-nitrathaltige Gülle und Düngemittel, die Nitrate, Phosphate und Schwermetalle (v.a. Blei, Zink, Kupfer und Quecksilber) in die Umwelt bringen, Verseuchung von Seen, Flüssen, Grundwasser und letztlich Menschen durch Überdüngung (In einem best. Gebiet in D (1,2 mio Menschen) ist das Trinkwasser Nittratbelastet oft über den Grenzwerten, für ca. 400.000 in bestimmten Gebiet ist es mit Pestiziden verseucht)
-Abbrennen des Regenwaldes (vor allem um Tierfutter zu produzieren),
-größter Posten am Klimawandel hat die Tierhaltung, aber auch hier wieder ein wichtiger Faktor die extreme Düngung in der konventionellen Landwirtschaft mit hohem Methanemissionen
Ok, ich stimme Dir zu, dass es all das gibt.

Und wenn wir jetzt weiterdenken, dass sowas durch die konventionelle Landwirtschaft fabriziert wird und Produkte mit dem Biosiegel nicht am Ende einer solchen Produktionskette liegen, dann sieht die Sache ja folgendermaßen aus:
Bio verursacht sowas nicht, die konventionelle Landwirtschaft hingegen schon. Warum tut sie das? Weil ein gewisser Nahrungsmittelbedarf gedeckt werden muss. Um den decken zu können, muss eben die Chemiekeule ausgepackt werden.
Wenn wir also komplett auf Bio umsteigen, haben wir zwar keine Pestizide mehr, aber wir haben zuwenig Nahrung. Was tun wir dann? Noch mehr Felder anlegen und dafür noch mehr Wald abholzen?


Zitat Zitat von Ayur Beitrag anzeigen
@Punkt: Schau Dir mal an, wo unser ganzes Essen herkommt. Allein der CO2 Ausstoß beim Transport ist gewaltig... (immer gut dafür: Wein aus Australien oder Kalifornien)...

Wobei natürlich auch bio Produkte von weit her kommen können...
Ja, stimmt natürlich auch, Du hast vollkommen recht.

Aber die Menschen sind gewöhnt, dass sie auch im Winter ihre Äpfel, Erdbeeren usw. auf dem Tisch haben. Wenn auf dem Markt nur noch angeboten wird, was in der Region angebaut wird und wächst, dann haben wir lebensmitteltechnisch wohl Verhältnisse wie im Sozialismus. Ob das dann so zielführend ist, wage ich zu bezweifeln. Wie siehst Du das?