@Svenk
Eurer? Willst Du mir im Ernst sagen, dass Du das nicht möchtest? Bist Du dir ganz sicher?getreu Eurer Forderung nach Selbstbestimmung.
AUF JEDEN FALL darf dann auch, durch Anwendung von Konsequenz DIR Nikotin und Alkohol verboten werden.
Ich vermute mal Du bist Nichtraucher. Beim Alkohol sieht die Bandbreite schon ganz anders aus. Überleg es Dir nochmal in Ruhe ob der Wunsch nach Selbstbestimmung nicht auch in Dir vorhanden ist.
Die Kritik am Rauchen kann ich ganz und gar nachvollziehen, da ich selber Nikotinsüchtig war. Wie ich vom Rauchen loskam ist eine eigene Geschichte - Sucht ist daher auch ein massives Problem für Selbstbestimmung, ein Grund um Süchte möglichst aufzulösen auf dem Weg zum selbstbestimmten Menschen. Ich würde auf jeden Fall auf die Variante des Verzehrs per Essen umsteigen, da mich Rauchen derart anwidert, dass ich noch nicht einmal über das Vaporisieren nachdenke, was aber meiner irrationalen Abneigung zum Trotz dennoch eine vernünftige, gesunde Alternative ist.
Auch alles was Du über Langzeitkonsum schreibst ist richtig. Ich bitte dich aber den genauer zu definieren. Denn laut der Kleiberstudie ist bei schädigendem Langzeitkonsum auch immer die Konsumdichte definiert, sonst taugt der Begriff nämlich nichts. Und bei besagter Studie können keinerlei Probleme bei Langzeitkiffern ferstgestellt werden! Nur wenn die Dichte hoch genug wird, und da reden wir von mindestens einmal täglich bis 10 mal täglich. Unglaublich aber sowas gibt es.
Solch ein Verhalten setze ich mit "Berufstrinkern" gleich. Und da stimme ich Dir völlig zu: es gibt dann Einschränkungen verschiedenster Couleur! Und sowas ist einfach schauderhaft anzusehen. Auch bei den Kiffern habe ich dann den Trinker-Effekt erlebt: Ich habe alles unter Kontrolle! Oder: Ich kann jederzeit aufhören.
Willkommen beim balancierteren Einordnen dieser Probleme.
Ich bleibe bei meiner Kernaussage: im Vergleich zu den Schäden die Alkohol und Nikotin oder auch Fettleibigkeit mit sich bringen ist Cannabis einfach harmlos. (Merke: Cannabis ist nicht harmlos, nur im Vergleich!)
Das man sich mit der Legalisierung ein weiteres Problem ins Boot holt hatte ich auch bereits abgehandelt. JETZT haben wir Probleme! JETZT wird mit Blei, Brix & Co. gestreckt, JETZT haben wir keine gesetzliche Kontrolle, JETZT werden unbescholtene, arbeitende Steuerzahler ins Gefängnis gesteckt, Familien zerstört, Leben kaputt gemacht, die Wirtschaft geschädigt usw., JETZT haben wir gegenüber den Schäden keine Steuereinnahmen, usw. usw. Die JETZIGE Verbots-Strategie ist gescheitert, so offensichtlich, dass in den letzten Jahren immer mehr Staaten andere Wege versuchen, um das Leid endlich zu mindern. Nicht um sich selber zu Grunde zu richten...
Ich schreibe jetzt nicht ALLES noch einmal. Einfach das Thema gesund betrachten, dann sieht man es selber.
Uruguay, das aus dem sinnlosen Drogenkrieg aussteigt, beobachten. Tschechei beobachten. Niederlande macht es schon seit 30 Jahren, hier kann und wird schon analysiert - mit positivem Ergebnis VOR ALLEM BETREFFS DER JUGEND! Washington beobachten. Schweiz beobachten. Und, Und, Und....
Natürlich haben Kiffer Verantwortung für ihr Tun. Hey, ich will auch nicht dass der unterbezahlte Ryan-Air-Pilot vor dem Flug noch kurz einen Flachmann runterzieht! Oder sich Zuckerkrank frisst und seinen ersten Insulinschock beim Landeanflug erfährt. Genausowenig will ich von einem bekifften Chirurgen operiert werden. LOGISCH!
Bin da voll einverstanden mit Dir, Svenk!
Ich behaupte nur, dass der faule Kiffer, oder der Kiffer dem alles egal ist, nicht so ist wegen des Kiffens. Wieder darf ich dich auf die über drei Jahre dauernde Studie des Bundesgesundheitsministeriums verweisen. Kaufen und lesen heißt hier die Devise. Oder unterstellst Du dem Bundesundheitsministerium, dass die mit den Kiffern gemeinsame Sache machen?
Im Ernst: in der Studie wurde, vereinfacht gesagt, herausgefunden dass viele dieser Menschen WEGEN solcher Probleme Kiffen! Sie haben diese Probleme nicht durch das Kiffen, sondern das Kiffen ist eine Folge ihrer Probleme. Ganz besonders ist dies der Fall bei Jugendlichen.
Ich komme also wieder zu der Aussage, die der Richter in der Reportage gemacht hat (und die natürlich und logischerweise in besagter Studie gemacht wird): man muß das Problem vorher angreifen! Die Persönlichkeitsprobleme (selten der Fall) und die familiären Probleme (öfters der Fall) sind vorher da, sie werden *nicht* weggehen wenn man das Kiffen wegnimmt - ziemlich logisch oder? Solche Betroffenen, die den Zugang zu Haschisch verlieren sind dann die klassischen Umsteiger auf Alkohol oder härtere Drogen.






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