Zitat Zitat von Riai Beitrag anzeigen
Ein Ziel vom Aikido-Üben ist takemusu.
Das heißt, sehr kurz und einfach ausgedrückt, dass das Handeln bei Angriffen spontan und unterbewusst erfolgt. Gleiches gilt meines Wissens auch im Karate und im Judo. Etwas westlicher formuliert kann man vielleicht sagen dass Bewegungen über abstrakte Bilder und emotionale Verknüpfungen im Hirn hinterlegt sind und damit kognitiv abgerufen werden und die Motorik (Muskeln, Knochen, Fascien) gesteuert wird. Bin kein Neurologe aber so in etwa.
Wettkampfregeln aber unterbrechen diese Kette, indem das Regelwerk („Gesetze“) als Zwischenglied bzw. Filter zwischengeschoben werden müssen und machen Üben auf eine andere Art und Weise notwendig.
Das ist auch meiner Meinung nach auch ein Grund, warum die Angriffe im Aikido nur symbolisch bzw. didaktisch geübt werden. Nur so ist das Speichern von abstrakten Angriffsbildern möglich. Konkretes Üben konkreter Angriffe erfordern konkrete Techniken. Diese werden eben als konkrete Bilder im Hirn abgelegt und nicht weiter abstrahiert.
So kann man üben in Sparrings oder Crosstrainings, dann aber bitte wenn die abstrakten Bilder zumindestens schon angelegt sind, also im fortgeschrittenem Stadium.
Interessante Theorie. Du solltest darüber mal mit einem Neurologen Deines Vertrauens reden. Aber erst im fortgeschrittenen Stadium.