Zitat Zitat von Kniehkigg Beitrag anzeigen
Ob er [ein Behandler, der an die Wirkung seiner Methode glaubt] überzeugender ist ist reine Spekulation.
(Ergänzung in eckigen Klammern von mir)

wenn die Einstellung des Behandlers zu den Erfolgsaussichten der Behandlung keinen Einfluss auf den Erfolg der Behandlung hat, warum werden gute Studien dann doppelt verblindet?

Zitat Zitat von Kniehkigg Beitrag anzeigen
Also.... deine "Kritik" daran dass man aus Studien ja nicht auf den Einzelfall schließen könne + deine Kritik an manipulierten Studien ergibt ein "ernüchterndes Bild der Medizin"?
Bin ich nicht der Meinung und halte ich auch für ein sehr schlechtes Argument gegen die Medizin (das vermutlich auf mangelnder Sachkenntnis wie dem "Studienargument" und Denkfehlern wie dem "Placeboargument" beruht.)
Nein.

Mein (eventuell etwas unklar formulierter) Eingangsbeitrag enthielt eigentlich zwei Fragen:

1.) Wie evidenzbasiert ist die Schulmedizin?
2.) Wie evidenzbasiert muss/kann Heilkunde sein?

Das "Placeborargument" und der Hinweis darauf, dass man aus Studien nur eingeschränkt auf den Einzelfall schließen könne, beziehen sich auf Frage 2.)

Zu Frage 1.) habe ich auf eine "vielbeachtete" Studie verwiesen, die zeigte, dass 95% von 110 zufällig ausgewählten Studien nach den Kriterien der Autoren keine ausreichende Aussagekraft hatten.
Dazu kommt der Hinweis auf die Verzerrung der Wirksamkeitsdarstellung von Medikamenten durch manipulierte Studien.

dies zusammen: größtenteils schlechte Studienqualität + manipulierte Studien gibt ein ernüchterndes Bild auf die Evidenzbasis der Medizin.

Von welcher Sache habe ich keine Kenntnis, so dass ich denke, dass Studien ohne Aussagekraft Studien ohne Aussagekraft sind?
Der korrekten Einteilung von Analgetika in Untergruppen?