Insgesamt ein guter Beitrag, wie ich finde. Das von mir fett hervorgehobene trifft auf sämtliche Homöopathika zu. Bei denen werden ganz andere Zulassungskriterien (wenn man das in dem Fall überhaupt so nennen möchte) beanschlagt.Wie ich bereits schrieb liegt das zum Großteil an den Vorgaben unseres Gesetzgebers und nicht an der sogenannten "Schulmedizin". Es betrifft also die Rahmenbedingungen in denen Medizin praktiziert wird und nicht die Medizin an sich.
Zum anderen gibt es in der EBM schon lange Bemühungen eben jene nutzlosen Medikamente auszusieben. Gibt beispielsweise Listen mit Vorschlägen für essentielle und eben Medikamente mit zweifelhaftem/fehlendem Nutzen/Wirksamkeitsbeleg.
Würde man, rein theoretisch, paramedizinische Verfahren als normalen Bestandteil der Medizin zur Medizin zählen würde dies den Evidenzgrad reduzieren, weil man das bestehende Spektrum um evidenzschwache Methoden erweitert. Ein Schritt in die genau falsche Richtung.
Es ist in sich nicht konsistent den Evidenzgrad der Medizin zu kritisieren und dann dabei bzw. im Rahmen dieser Kritik eine Lanze für paramedizinische Methoden brechen zu wollen. Auf diese trifft die geführte Kritik in noch weit erheblicherem Maße zu.
Wird Komplementarität gewünscht muss Evidenz erbracht werden. Wird Evidenz erbracht wird aber der Rahmen "Paramedizin" verlassen. Ich denke daraus wird schon ersichtlich, dass eine Gemeinsamkeit, wenn überhaupt, nur in einem sehr sehr sehr begrenzten Rahmen überhaupt denkbar ist.
Es wird immer Komplementarität gefordert. Meines Erachtens Großteils ohne sich darüber im Klaren zu sein, was das bedeutet. Dies kann nur zu Lasten der EBM gehen und damit letztlich zu Lasten der Patienten.
Das schöne an der Homöopathie als eine hierzulande stark vertretene (Irr)Lehre ist, dass ihr Begründer Hahnemann selber ein Coagieren mit anderen Lehren per se ablehnte.




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