eine gemeinschaft, wie sie durch einen staat gebildet wird, benötigt regeln, die das zusammenleben vieler menschen koordinieren.
es kann nicht einfach jeder machen, was er will, auch wenn einige das nicht einsehen wollen.
es ist eine tatsache, daß es infektionskrankheiten gibt (auch wenn einige hier im forum das vor einiger zeit vehement abgestritten haben und ein milchbauer auf youtube ihnen da recht gibt).
infektionskrankheiten sind ansteckend.
tröpfcheninfektion usw.
man kann sich nicht aussuchen, ob man sich ansteckt oder nicht. das ist keine "willensentscheidung"!
und da etliche dieser infektionskrankheiten sehr gefährlich sind und entweder zum tode führen können (pocken, tuberkulose, cholera usw.) oder mit schweren komplikationen einhergehen können (masern) oder zu bleibenden verkrüppelungen führen (poliomyelitis), ist es eine frage der vernunft, sich vor diesen krankheiten so gut wie möglich zu schützen.
dieser schutz besteht in einer immunisierung.
die wiederum erreicht man bspw. durch eine impfung.
wo ist denn da nun eigentlich das problem?
ich sehe das problem da, wo - pardon! - uninformierte und realitätsfernen vorstellungen / ideologien anhängende menschen sich und andere gefährden, indem sie sich und ihre kinder nicht immunisieren, also nicht impfen lassen.
sie berufen sich dabei auf das recht, zu tun was sie wollen.
damit aber greifen sie in das recht anderer menschen auf leben und körperliche unversehrtheit ein!
es wurde ja bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß ungeimpfte kinder, die sich bspw. mit masern infizieren, andere ungeimpfte kinder anstecken (die entweder kinder von impfgegnern sind, oder zu jung um schon geimpft zu werden, oder gerade eine andere krankheit haben, die es unmöglich macht, sie zu diesem zeitpunkt zu immunisieren).
wer sein kind und sich selbst nicht immunisieren läßt, verteidigt nicht "seine freiheit", sondern nimmt egoistisch und billigend in kauf, die gesundheit oder gar das leben anderer menschen zu gefährden.
"na und, ist mir doch egal!"
DAS ist die haltung, die dahintersteckt, und die kam meiner meinung nach selbst hier vereinzelt zum ausdruck.
eine solche haltung ist aber in einer gemeinschaft nicht hinnehmbar.
wer absichtlich oder auch nur fahrlässig die gesundheit anderer menschen gefährdet, muß daran gehindert werden, das weiterhin zu tun.
und wenn er uneinsichtig ist, dann muß er eben durch zwang daran gehindert werden.
ob er dabei einsichtig ist oder nicht wäre mir persönlich auch völlig egal, solange er nur effektiv daran gehindert wird, sein egoistisches und im sinne des wortes ASOZIALES verhalten weiterhin an den tag zu legen.
wenn die erzwungene rücksichtnahme auf andere menschen dann verbal in die nähe des nationalsozialismus gerückt wird, ist das erstens völlig bescheuert, zweitens sachlich falsch und drittens egal.
ich finde es zum speien, daß ausgerechnet jene, denen es meilenweit am allerwertesten vorbeigeht, wenn sie mit ihrem egoistischen und asozialen anspruchsdenken ("ICH darf das, und mir ist völlig egal, welche folgen es für andere menschen hat!") andere nachweislich gefährden, sofort etwas von "nazi-methoden" plärren, sobald man ihr verhalten zu kritisieren wagt und vorschläge einbringt, wie man sie an eben diesem verhalten hindern könnte.
ps:
im übrigen habe ich hier nirgends etwas davon gelesen, daß yoga und qi gong "in einen topf" mit edelsteinheilern, engeln usw. geworfen wurden ...




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