Eine provokante Frage:
Was ist der (gesellschaftliche) Mehrwert von einem UFC-Kämpfer? Also die Begründung, warum er davon leben können sollte?
Bei einem Müllmann, oder Lehrer oder Schuster fallen mir sofort die Mehrwerte ein, aber UFC-Kämpfer?
KampfSPORT als Wettkampf ist (in meinen Augen) ein Hobby. Und daher ist jedem selbst überlassen, wie weit er bereit ist für sein Hobby zu gehen. Ein Trainerjob ist wiederum eine andere Baustelle.
Wer wie gut bezahlt ist - das erledigt beim UFC (oder Boxen, K1, Wrestling) der Markt. Und dem Markt ist es schlicht egal, ob der Besitzer in unseren Augen zuviel und der Kämpfer zu wenig bekommt. Die soziale Ader wird da erst eine Rolle spielen, wenn sie der Gewinnmaximierung dient - siehe Umgang von Google oder Facebook mit den Mitarbeitern.
Daher - solange der Zuschauer für die Übertragungen zahlt und irgendwelche Leute UFC-T-Shirts kaufen, solange wird der Markt auch keinen neuen Druck produzieren und solange wird das System UFC sich auch nicht ändern. Ganz unabhängig davon, ob wir das gerecht oder ungerecht finden.
Ich persönlich glaube nicht daran, dass es sich in naher Zukunft ändert, denn das Boxen zB. lebt weit länger mit der medialen Präsenz und hat viele medienwirksame soziale und sportliche Abstiege zu verzeichnen und ich sehe irgendwie nicht, dass sich da ein Wandel abzeichnet. Es ist also durchaus denkbar, dass UFC in dieser Hinsicht den gleichen Weg beschreitet.
Das alles ist eine reine Markt-Evolution. Und jeder, der überlegt ein Profi-Kämpfer zu werden - mit dem ganzen Blingbling und Fame, sollte gründlich über Mike Tysons Worte nachdenken:
"I Got Old Too Soon and Smart Too Late"





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