Sehr interessante Diskussion.

Ich persönlich sehe das so:

Jeder Mensch trägt seinen einen Glauben mit sich herum, songenannte Glaubenssätze. Die müssen nicht was mit Religion oder Glauben zu tun haben. Diese Glaubenssätze sind im Grunde das Weltbild desjenigen.

Das können Dinge sein wie:
"Arbeiten ist blöd."
"Alle Politiker sind korrput."
"MMA ist besser als Karate."
"Ich schaffe es nie, mehr Geld zu verdienen."
"Ich schaffe es nie, reich zu werden."
"Ich bin zu alt."
"Ich bin zu jung."
"Es gibt keinen Gott."
"Es gibt einen Gott und der heißt XY."
"Es gibt 13 Götter."

Wenn es um die Erziehung von Kindern geht, vermitteln die Eltern/Erzieher ihren Kindern natürlich ihr eigenen Weltbild, ihre eigenen Glaubenssätze.

Für mich ist die Frage: Sind diese Glaubenssätze hilfreich für das Kind in seinem Leben?

Bringe ich ihm bei, dass er aufgrund seines Glaubens alles erdulden muss, was andere ihm antun? Oder bringe ich ihm bei, aus dem Glauben Kraft zu ziehen?

Auch bei der Erziehung sollte man sich selbst immer vor Augen führen, dass die Dinge, die man seinen Kindern beibringt, die eigene persönliche Wahrheit ist. Ich werde meinen Kindern versuchen beizubringen für sich selbst zu erkennen, welche Glaubenssätze nützlich sind und welche nicht.

Glauben wird in der Erziehung auf jeden Fall ein Thema sein.