Danke erstmal für die teilweise sehr ausführlichen, präzisen, engagiert-ruhigen Beiträge

@Aruna:
Die Stile, die Du praktizierst, bieten dergleichen nicht?[...]Wer ist das?
Das Bild bzw. der Text dazu ist mir in meiner Facebook-Timeline als Verlinkung über den Weg gelaufen. Wer das ist, weiß ich nicht.

Doch, Gesundheit geht auch dort und das sogar sehr gut. Mir kommt dann immer Rick Faye in den Sinn, der auf Seminaren ja gerne kund gibt, 'to practice double stick / sinawali daily - it's good for your health' - hat sich zu einem meiner Lieblingssätze gemausert.

Ich frage, ob sich durch das CMA-Training - einmal abgesehen von Verbindungen/Berührungen in der Literatur zwischen Bagua & FMA-Stilen, Bruce Lee & Taiji & Yiquan - mehr rausholen lässt: Nicht im Sinne von besser, stärker, sondern wie es so schön sinngemäß in einer Martial Arts Cartoon Serie (Legend of the Dragon) hieß: To gain knowledge, you have to add something and to gain withdom to drop and not to drop something.

@beniwitt: Danke sehr für die klaren, ausführlichen wie präzisen Beiträge zu Bild und Idee. Manches hat Verwirrung gelöst, manches war sogar (fast) wortgleich mit dem, was mein CMA Lehrer in der Linie von Lou Dexiu mir mit gibt und ich auf mein erstes Seminar mit Luo Dexiu gespannt bin v.a.:

die Vereinigung von Körper - Bewusstsein und Atem sein so, dass alles in eine gute, wohlkoordinierte Wohlspannung kommt. Das ist die Grundlage der KK. Hier fängt die Arbeit dann eigentlich erst richtig an und gleichzeitig ist es auch lebenslange Aufgabe....
So sehe ich es und bin vlt. daher bspw. von Lus Basistraining so angetan und auf eine Profilierung in meinem CMA-Training gespannt.
Mi selbst erscheint es, dass ich auf der Suhe nach einem Grenzverlauf bin - und zwar, wo meine Grenze bei dem verläuft, was Alex Kozma schrieb:
Zitat Zitat von Kozma, 2013: 28[/quote
You can only be one thing, although you may be able to explain, perform and understand two or three arts to a high level. And only in the being, the becoming, of your chosen system, comes the mastery, that is, the non-separation between you and the art
Ich erlebe mich auf der Suche nach Kreisen - bildhaft gesprochen. Es geht aber nicht darum, möglichst viele Kreise zu sammeln - das wäre nicht zu leisten und eher ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Stattdessen:
In der chinesischen Medizin gibt es nach Wallner den Ausdruck der ganzen Welt in einem Knochen ohne in eine Allgemeinheit als strikte Trennung zum Einzelfall zu verfallen und der resoniert stark in mir.
Ich fühlte mich vom JKD vor rund 15 Jahren angesprochen, als ich einer Vorführung meiner späteren Trainer/Lehrer beiwohnen durfte, wo das Abfangen aus Bai Jong mit Rhythmus, A-Rhythmus, gebrochenem Rhythmus gezeigt wurde.
Beim Kali (und bis heute fühle ich mich mit zwei Stöcken in der Hand am wohlsten und versuche, jeden Tag mindestens mal einen Stock übungsmäßig in der Hand gehabt zu haben) war es eher ein Erarbeiten aus bloßem Technikverständnis meinerseits heraus, als ich zum ersten Mal Winkel- und Waffenarbeit mit Stock und Kette praktizierte.
Im Combatives Krav Maga erlebe ich es kreismäßig ähnlich; beim Taiji stellte sich der Eindruck ein, als ich meine Lehrerin - subjektiv zeitverzerrt erlebt - in Anwendung einer Schwertform sehen und spüren konnte. Beim Bagua kam der Welt-in-Knochen-Eindruck beim Kreislaufen-SPC-in-Anwendung.

Aber zurück zu beniwitts Beiträgen: Zu vielem schweigt es in mir - zu einigen Punkten kann ich kurz was beigeben:
Das wird jetzt ziemlich komplex.... Man hat halt die drei Bereiche jing - qi - shen (grob gesagt Körper (Substanz) - Lebensenergie - und Bewusstsein/Geist. In den KK spricht man eher von yi - qi - li (Wahrnehmung/Idee/Bewusstsein - Atem/Lebensenergie - Kraft/Körper). Ist im Prinzip dasselbe in dem Sinne, als dass es auf denselben Ebenen operiert. Ich würde mir da jetzt erstmal nicht zu viel Gedanken um den Unterschied von Yi und shen machen und wie was wo ist und nicht sein sollte.
(xin)-yi-qi-li war mir bekannt und die drei Schätze jing-shen-qi als Manifestationen/Verdichtungen ebenfalls (Maciocia; aber v.a. wenn man jemanden wie Gudula Linck im Bekanntenkreis hat).
Das mit "Yi im shen und nicht im qi" war mir zuerst - in übersetzter Form - bei Martin Bödicker untergekommen (wo müsste ich nachschlagen) und dann bei Engelhardt; meine erste Taiji-Lehrerin war da prgamatisch und sagte vor Jahren mal zu mir: "Nicht mit der mit qi & Atem in Dantian versacken, sondern die benannte Bewegung mitbegleiten"

Manche arbeiten mit solchen Übereinstimmungen von Akkupunkten. Wang Peisheng (Wu-Stil und auch Xingyi, Bagua) hat das sehr viel gemacht.
Auf Grund der Meister-Schüler-Beziehung zwichen LU Shengli und Meister Wang verwundert mich das nicht, in Lus Buch so oft über diese Akupunkturpunkt-Arbeit zu stoßen. Ich finde es für mich bisher angenehm und, wie gesagt, in puncto "mind than body" in einer Klarheit verfasst, die ich ansonsten bisher nicht lesen durfte.

@kanken:
ZZ für die Gesundheit ist simpel und extremst einfach. Es beinhaltet aber auch nicht mal 1% dessen, was ZZ für den Kampf beinhaltet.
Danke für die klare Aussage

Viele Grüße
Baghira