Zitat Zitat von Narexis Beitrag anzeigen
Ok. Blöde Frage, aber ging es nur um die Trefferfläche oder geht es um „Stöße“/“Schläge“ in dieser Ausführung? (Die würde ich weder mit Fäusten noch mit Handballen/-flächen je verwenden...)
ich versteh die Frage nicht wirklich, kannst du sie vielleicht umformulieren?

Ich mach am liebsten Handflächenstösse, dabei ist bestimmt auch viel persönliche Präferenz.

Deine Anmerkungen zu diversen Schlägen sind selbstverständlich korrekt.


(Den Handballenstößen stehe ich eigentlich wie Schnüffler gegenüber; nur für mich persönlich funktioniert das, was ich ständig trainiere, schlicht besser.)
Stimmt, das geht wohl allen so. Handballenstösse trainiere ich ziemlich oft, mit denen fühle ich mich wohl. Mit andern Schlägen weniger.


Stimmt, kommt jedoch auch immer auf den Schlag an. Andererseits (und da spreche ich leider aus Erfahrung) hat mir (oder dem Gegner) auch noch keine Boxerfraktur o. Ä. zur Kampfunfähigkeit verholfen und in den Situationen, um die es geht, nehme ich (um mein Ziel zu erreichen) auch diese Fraktur in Kauf.
In Kauf nehmen ist das Eine, die Wahrscheinlichkeit einer solchen Fraktur bewusst und absichtlich zu erhöhen, was Anderes. Wenn ich dasselbe Ziel ohne gebrochene Knochen erreichen kann, finde ich das positiv.


Ernsthaft?! Sicher, dass das nicht daran liegt, was Du als eine derartige Situation wertest?
Wenn einer droht, mich umbringen zu wollen, oder ein anderer ein geladenes (Luft)Gewehr auf mich richtet, ist das schon eine einigermassen deutliche Bedrohung, finde ich.

Ich hab mich selbst auch gewundert und stand da mit dem Gedanken "eigentlich müsste ich doch jetzt Angst haben, wo ist sie denn bloss?"


(Kennst Du das Gefühl von Angst und ich meine nicht die Angst vor einer Spinne oder Nervosität vor einer Prüfung, sondern echte Todesangst und die Angst vor der Ungewissheit, ob man noch einmal aus der Situation herauskommt?)
ich war mal in steilem Gelände rumklettern, da gab es eine Stelle zu überqueren, die bestand im Wesentlichen aus bröseligem, lockerem Erdreich. gleich unterhalb davon ging eine Felswand ca 15-20 m senkrecht in die Tiefe. ungefähr in der Mitte dieser lockeren Stelle lag ein mickriges Grasbüschel, und als ich mit Schwung das Büschel erreichte und festhielt, und fühlte, wie sich die Wurzeln lockern, dachte ich mir auch "oh oh, wenn das nicht hält und du da runter rutschst, bist du tot".

in dem Moment hat sich irgendwie eine Art Autopilot eingeschaltet, ich bin am andern Ende wohlbehalten angekommen, wie genau weiss ich auch nicht. Richtig Schiss kriegte ich auch erst, als es schon vorbei war und ich das Ausmass meines Leichtsinns in Ruhe bestaunen konnte.



Ich ziehe den Hut vor Menschen, die sich (beispielsweise beruflich) freiwillig in derartige Situationen begeben...
ich auch.

und ich bin froh, dass es sie gibt. sehr froh.


Ich wäre lieber mit den Schwergewichtschampions sämtlicher Sportarten in den Ring gestiegen, als mich noch einmal in diversen Situationen zu befinden und kämpfen zu müssen - ohne Fluchtmöglichkeit oder Möglichkeit, die „Forderungen“ zu erfüllen...
ich habe bisher keine Situation erlebt, im Vergleich zu der ein Kampf im Ring mit dem Schwergewichtschampion sämtlicher Sportarten als die bessere Wahl erschiene.


Musst mir mal erklären, wie Du diesen Zustand der psychologischen Konditionierung erreicht hast
ich hab nichts konditioniert, das war schon immer so. muss wohl so ein komischer Gendefekt sein. ^^



Ich habe von ehemaligen Soldaten Erzählungen gehört, wie sie in ihrem eigenen Erbrochenen, Kot und Urin gekämpft haben, da der Körper auf extremste Weise auf diese Situationen und Angst reagiert hat, aber Du bleibst ganz cool und entspannt, trotz absolut gefährlicher
Situationen
Angstdurchfall kriege ich dann, wenn ich ein Tattoo an eine heikle Stelle will. Da hab ich den Termin längere Zeit im Voraus, der findet meist am Abend statt und ich kann während des ganzen Tages Angst aufbauen gehn. Was auch passiert.