Danke, ich nehm das mal als der Weisheit vorläufiger Schluss. Es geht mir aktuell darum, diese grundlegenden Muster mal ein bisschen zuhause einzuschleifen und dabei keine grossen Fehler zu machen.
Im Training bin ich fleissig und still.Jetzt noch schaffen, einfach mal ruhig zu sein und einfach nur zu lernen, dann wird das ja vielleicht noch was.
Little Green Dragon
So gut wie jede Situation, wo ein Typ eine Frau sexuell anmacht. Muss man ja nicht bis "er schleppt sie an den Haaren weg" eskalieren lassen (um irgendwelchen Definitionen von "Ernsthaftigkeit" Genüge zu tun), sondern kann den Unsinn wenn möglich schon im Ansatz bremsen.Welche ernsthafte(!) körperliche Auseinandersetzung beginnt bitte in einer Stellung die dem ChiSao (aka "Armschach") auch nur im entferntesten gleichen würde?
Das Geheimnis besteht darin, genügend Kontaktpunkte zu haben. Also nicht nur Arm auf Arm, auch Bein an Bein (bzw Fuss an Fuss). Lernt man im WT, wenn man das aller erste Mal Lat Sao macht, also in der ersten Probestunde.Und selbst wenn man "auf Tuchfühlung" ist wäre es trotzdem eine ziemlich blöde Idee wenn man dann dabei die Augen schließen würde. Zum einen hast Du dann keinerlei Chance zu erkennen was der Gegner mit den Punkten / Gliedmaßen anstellt zu denen gerade kein Kontakt besteht
Und kannst ja gern mal probieren- doch, man merkt eine ganze Menge. Es ist auch gar nicht so leicht, zB oben am Arm einen gleichmässigen Druck aufzubauen, und dann unten mit den Füssen zum Beispiel auf die Seite zu gehen, so dass der Gegner es nicht merkt. Sogar wenn nur ein Kontaktpunkt vorhanden ist.
ich mag es auch, wenn im WT Trainingspartner die Augen schliessen - es wird ruhiger, fliessender, präziser, was man übt. Das Ego kriegt weniger Futter.
Dass Sehen nicht mein Ding ist, hängt aber auch damit zusammen, dass ich kurzsichtig bin und auch mit offenen Augen nicht so viel sehe. Schon gar nicht so viel wie Leute, die visuell stark sind. Da muss man nichts verallgemeinern für alle Leute. Das bin einfach ich.
Durch Boxen besser sehen zu lernen, finde ich nun überraschend (hätte nie an sowas gedacht, ich hatte mehr Bedenken wegen dem Konditionstraining), aber ist sicher gut für mich, das zu üben. umso besser.
ich habe ein gutes Gehör und orientiere mich stark durchs Hören. Ich würde nie im Leben mit Musik im Ohr draussen rumlaufen. Das wäre eine viel grössere Behinderung, als es ist, ohne Sehhilfe draussen rumzulaufen und alles verschwommen zu sehen.und WT ist doch schließlich SV oder nicht - wie willst Du mit geschlossenen Augen denn bitte mitbekommen was sonst noch so um Dich rum passiert?
und ja, ganz ohne Sehen geht's nicht, aber ich bin immer eher froh, wenn die Teile, wo Sehen notwendig ist, erledigt sind.
Sehen verwirrt mich, ich schätze Distanzen falsch ein, Der Gewinn an Genauigkeit und Lockerheit im Fühlen wird mehr als kompensiert durch das, was der Verlust der Optik mit sich bringt. für mich ist es eben so. und das zu ändern, wird wohl einiges an Arbeit notwendig sein.
Narexis:
ich mach das ja nicht absichtlich. aber 10 Jahre WT haben halt doch ihre Spuren hinterlassen, und sobald ich ein bisschen in Hektik komme, falle ich auch im Boxunterricht ins vertraute WT-Muster zurück. nicht dass es mir irgendwas nützt... ganz im Gegenteil ^^Hör auf die Sachen zu vermischen
Wird sich schon noch ändern, wenn die Bewegungsmuster des Boxens erst mal automatisiert sind.
nein, ich lande bei WT-Tritten in der Regel nicht auf dem Hintern.Komplett ohne Hüfteinsatz und nur aus dem (partiell angewinkelten) Bein getreten. (Mit dem Stand und Schwerpunkt werde ich einfach nicht warm... Da würdest Du vermutlich eher selbst auf dem Hintern landen - sollte überhaupt genug Kraft hinter dem Tritt sein.)und sie reichen auch allemal, falls ich Holzlatten oder ähnliches zerbrechen will.
ein bisschen Schmerz passt schon. Kein Problem.Sobald Sparring dazukommt, wird es bei vielen verbissener und ernster, doch kann man spielerisch (und auch sonst) sehr viel Spaß haben. Irgendwann gehört dann allerdings auch ein gewisser Spaß am Schmerz dazu .
im WT machen wir in der Tat nie Übungen, wo jemand "rechts, links, links rechts" ruft. Die Bewegungsabläufe der Sektionen merke ich mir nicht über "links rechts", sondern propriozeptiv, über das Empfinden, wie meine Glieder im Raum sich verhalten.Wundert mich zwar, nach Deiner WT-Erfahrung etwas - macht ihr da sowas nicht und immer nur Kettenangriffe oder abwechselnd geschlagene Aktionen? -
Wenn ich eine neue Bewegung lerne, kopiere ich die erst mal; und dann beobachte ich mir selbst bei dem, was ich tue, und fang an zu übersetzen "mit linker Hand im Gam Sao die Hand des Gegners festpinnen, Schritt rein, rechter waagrechter Ellenbogen, rechter Tan Sao..." - ist aber mühselige Arbeit, dieses Formulieren.
so leicht ist das nicht (meine Kollegen im WT merken das eigentlich immer sehr gut, wenn ich es nicht sehr sorgfältig mache); aber es ist auch angebracht, Bein-zu-Bein Messdruck und Kontakt zu haben, um mitzukriegen, was die andere Person tut.wenn Du nur die Hände kontrollierst und es ist ein Leichtes - beispielsweise durch bloße Hüftbewegungen - Dir bestimmte Dinge vorzugaukeln und Deine Reaktion auszunutzen.
Sobald du den Rumpf bewegst, (vorneigen, zur Seite neigen, spiralförmige Bewegungen) geht das doch immer von der Wirbelsäule aus. hat ja auch gar keine andern Gelenke, die man alternativ benutzen könnte.Ich erkenne da trotzdem noch lange keine Feinmotorik. Insbesondere nicht in der Wirbelsäule, dann noch eher im Oberkörper. Auch Meiden, Knicksen, Rollen, Pendeln, usw. würde ich nicht als Feinmotorik in der Wirbelsäule oder dahingehende Bewegungen bezeichnen. Sind normale Bewegungen und auch nicht feinmotorischer auszuführen als eine linke Gerade.
Eine Übung war im Boxen, dass ein Seil in knapp Kopfhöhe über den Raum gespannt war, und man drunter so eine u-förmige Bewegung machen muss. Also so drunter "tauchen" (ja ist bestimmt keine offizielle Ausdruckweise). Aber nicht "so viel Abstand wie möglich zwischen Kopf und Seil", sondern nur "so, dass es gerade reicht, aber nicht mehr". Finde ich auf alle Fälle ziemlich feinmotorisch, da geht's um Zentimeter und Millimeter und Sekundenbruchteile, nicht um Holzhämmer und grobe Keile.
Für Leute, die visuell stark sind und sich stark aufs Sehen verlassen ( = viele Männer) macht es auf alle Fälle einen Unterschied.(Manchmal frage ich mich, warum ich im Clinch teilweise gezielt die Sicht des Gegners blockiere, wenn das keinen Unterschied macht...)
Für halbblinde Maulwürfe wie mich deutlich weniger. Hat auch den Vorteil, dass keiner mich mit bösen martialischen Grimassen einschüchtern kann - ich sehe die schlicht nicht.
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und danke für alle die Ermunterungen. ist nett von euch![]()





Sie war aber erst einmal beim Boxen und steht in der Rechtsauslage:
und sie reichen auch allemal, falls ich Holzlatten oder ähnliches zerbrechen will.
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