Man sollte sich zumindest über die Zielgruppe im Klaren sein und sich fragen, ob man da dazugehören möchte bzw. dazugehört.
Ich wurde mal in einem „gehobenen“ Fitnessstudio (Monatsbeitrag von >100€), in das ich zum Training (als Dankeschön) eingeladen wurde, gebeten, doch bitte weniger Gewichte zu verwenden bzw. mindestens zwei Scheiben pro Seite runterzunehmen, das würde die „Kundschaft“ verunsichern. (Meine Werte sind/waren wirklich nichts Umwerfendes und im ernstzunehmenden KDK würde ich damit wohl nicht einmal auf dem Treppchen landen.) Das alles nur, weil die Herrschaften, die mit der Nobelkarosse vorgefahren sind (und das einzige Rack ewig belegt hatten), sich für die stärksten im Studio gehalten haben - schön laut rumposaunt und angegeben - und nicht damit klarkamen, dass ein Aufwärmsatz KH ihr Arbeitsgewicht war (110kg)... Zu der Zielgruppe - mehr reden, posieren und in der Sauna, im Pool oder an der Bar „Kontakte knüpfen/pflegen“ und mit ihrer Leistung angeben - gehöre ich wohl einfach nicht und man will die Herrschaften ja im Glauben lassen, sie seien die ganz großen Fische, so viel Geld wie sie liegen lassen - ich musste fast lachen, als dann die Getränke usw. mit einem 500€ Schein bezahlt werden sollten, während man sich darüber ausgelassen hat, dass meine "Absatzschuhe" total lächerlich und billig seien, während ich wie eine Frau auf "ihr Gerüst" (inkl. unaufgeräumter Hantel+Gewicht) zulaufe (Adipower in der Hand und "Ballerinas" an den Füßen)
. Haben mich dann wohl beobachtet und so wütend wie die waren, als ich mich in der Umkleide lächelnd verabschiedet habe, fanden sie es wohl nicht "motivierend", mal nur die "Zweitstärksten" im Studio zu sein
. (Versucht mal im KDK oder Gewichthebeverein mit 150kg (positiv) aufzufallen
...)
Selbstverständlich wurde mir dort auch versichert, dass das Training im Vordergrund stehe und jeder nur nach sich schauen und für sich trainieren würde, zur individuellen Leistungssteigerung bzw. -optimierung. Man würde natürlich auch meine Form korrigieren und mich betreuen
. Ich solle bloß nicht auf die Idee kommen, dass es sich um eine Art Prestigeobjekt handle, sie seien ja kein Golfclub... So wie Kieser sich perfekt für Kampfsäue eignet
.
Es wurde noch weit mehr vorgeschlagen. Einfach noch mal lesen.
Ich zahle beim Tätowierer auch mehr, als bei einem (guten und tätowierten) Maler, dem ich eine dahingehende Maschine gekauft habe und mich darauf verlasse, dass der schon wissen wird, was zu tun ist, obwohl das nur entfernt mit seinem Gebiet zu tun hat.
Gleichzeitig heißt es auch nicht, dass Du auf ewig wöchentlich beim Physio liegst, während Du wohl um die Maschinen nicht rumkommen wirst. Du kannst weiter fleißig Fische kaufen oder selbst lernen zu angeln und anfangs etwas in Angel (usw.) und Lehrer investieren.
... und Du weißt, dass Du die Übungen richtig machst oder sie helfen, ganz ohne Führung oder Aufsicht?
Definitiv, auch die Trainer, die ich kenne oder mal getroffen und mit ihnen gesprochen habe, waren gut - für ihre Bereiche - ausgebildet. Schon mal gefragt, warum (zumindest die Personen aus dem Bereich, mit denen ich befreundet bin) die Trainer nicht dort und nach dem Konzept trainieren, sondern in anderen Studios, mit freien Gewichten oder BWE? Einer Freundin von mir, die dort arbeitet und bei ihnen studiert hat, wird auch immer unterstellt, dass sie „diesen tollen Körper“ nur mit Kiesertraining erreicht hätte, ist halt absoluter Blödsinn und sie gehört auch nicht einmal im weitesten Sinne zur Zielgruppe.Sie hat dort eine Zeit lang mal selbst trainiert - im Rahmen der Reha, nur die ist (zum Glück) irgendwann beendet gewesen und Training abseits des Konzepts wird nicht gerne gesehen bzw. wäre für sie nicht einmal möglich.
(Abgesehen davon ist es so schön einfach, jemanden an Maschinen zu setzen und ihnen notfalls noch mal was „zu erklären“, was man kaum falsch machen kann und selbst dann häufig nicht die Schäden oder Fehlbelastungen hervorrufen kann, wie andere Übungen. Bankdrücken ist wirklich nicht kompliziert, trotzdem muss man es erklären, überprüfen, lernen und es kostet (insbesondere den Trainer) Zeit und Nerven, stimmt die Ausführung nicht und/oder macht man das über einen längeren Zeitraum falsch, kann es zu größeren Schäden und Verletzungen kommen - muss also regelmäßig überprüft, gelernt und verstanden werden. An eine Maschine setze ich Dich, erkläre Dir, wie Du sie einstellen musst - bzw. schreibe es Dir sogar auf - und schau es mir evtl. 2x genau an, danach noch einen flüchtigen Blick und hab meine Ruhe.)
Nicht genug extrapoliert. Das Problem ist übrigens nicht das Extrapolieren selbst - bzw. nicht nur.
... und ob die stimmt (/e: die Form Deiner Übungen und Ausführungen), weißt Du woher? Wenn Du bereits ohne geführte Bewegungen solche Probleme hast...
Ein Physio könnte Dir nicht nur beim Problem helfen, sondern (ggf.) auch die Übungen korrigieren. Sonst würde ich - bei Dir und an Deiner Stelle - definitiv mal einen Trainer drüber schauen lassen und damit meine ich nicht die Trainer im Kieser oder einem sonstigen Fitnessstudio.
Das war auch bei mir einer der Gründe, warum ich die Schuhe nicht habe. Hab mal eine Zeit mit dem Gedanken gespielt, Boxer- oder Ringerstiefel regulär zu tragen, fällt allerdings trotzdem sehr auf (wäre im Sommer jedoch auch sehr angenehm) und sind leider nicht die langlebigsten Schuhe.
LG
Vom Tablet gesendet.





), sich für die stärksten im Studio gehalten haben - schön laut rumposaunt und angegeben - und nicht damit klarkamen, dass ein Aufwärmsatz KH ihr Arbeitsgewicht war (110kg)... Zu der Zielgruppe - mehr reden, posieren und in der Sauna, im Pool oder an der Bar „Kontakte knüpfen/pflegen“ und mit ihrer Leistung angeben - gehöre ich wohl einfach nicht und man will die Herrschaften ja im Glauben lassen, sie seien die ganz großen Fische, so viel Geld wie sie liegen lassen - ich musste fast lachen, als dann die Getränke usw. mit einem 500€ Schein bezahlt werden sollten, während man sich darüber ausgelassen hat, dass meine "Absatzschuhe" total lächerlich und billig seien, während ich wie eine Frau auf "ihr Gerüst" (inkl. unaufgeräumter Hantel+Gewicht) zulaufe (Adipower in der Hand und "Ballerinas" an den Füßen)
. Haben mich dann wohl beobachtet und so wütend wie die waren, als ich mich in der Umkleide lächelnd verabschiedet habe, fanden sie es wohl nicht "motivierend", mal nur die "Zweitstärksten" im Studio zu sein
. Das Problem ist übrigens nicht das Extrapolieren selbst - bzw. nicht nur.
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