Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
ich hab doch das schon erzählt von dem jungen Idioten, der mich auf der Strasse belästigte und den ich in eine quer auf dem Trottoir montierte, ziemlich massive Werbetafel manövrierte. Danach war Ruhe.

Wenn es sich um freche Trainingskollegen handelt, die mich sauer machen, räume ich ekrst die Arme weg, wenn ich daran denke (leider nicht immer), dann geh ich gerade in sie rein und stosse sie bis zur nächsten Wand, und dort nehme ich zB mit einem Kniehebel die Füsse weg und greife von hinten den Kopf und hab die Arme auch schön festgepinnt.

mir war meine Vorliebe für Wände bisher gar nicht so bewusst. ^^ meist gucke ich, wohin die Leute sowieso gehen wollen, und was gleich rechts und links davon ist, worin man sie womöglich mit wenig Aufwand stossen oder reintricksen könnte.
Übt ihr das mit den Wänden im WT - Training, oder haben wir beide nur Ähnliches auf Videos gesehen?

Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
Wenn ich das Nudelholz habe, habe ich ja Nudelholz UND WT. mehr Masse, mehr Reichweite, ein stabiles hartes Ding, das gut in der Hand liegt... ja da fühle ich mich doch gleich wohler, wenn ich dieses beruhigende Gewicht in der Hand fühle. nachdem ich testweise kurz mein Sofa und meinen Gummibaum verhauen habe mit dem Nudelolz, kann ich bestätigen: das ist kinderleicht in der Bedienung.
Wände oder ähnliches sind für mich immer noch Umgebungsnutzung und keine Waffe, Nudelholz kann eine Waffe sein.
WT macht sowieso routinemässig Kettentechniken, solange wie nötig.
Wie geht Nudelholz mit WT? Ich persönlich würde ein Nudelholz wahrscheinlich wie ein Beil schwingen. Wie hast du das Sofa und den Gummibaum verhauen - armer Gummibaum, hat er es überlebt ?

Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
Weisst du, ich schaue darum immer bewusst nach einer massiv überlegenen Waffe. Ich will kein Duell. Ich will bloss meine Ruhe.
Ich dachte, du magst keine Schußwaffen . Mich interessiert ernsthaft, welche Waffe du erwartest draußen zu finden und zu nutzen, die auf deine Beschreibung zutrifft. Eine Wand ist keine überlegene Waffe, ein Nudelholz liegt wohl kaum rum.

Liegestützen sind eine Sache der Kraft, und Kraftaufbau braucht Zeit.
Und ebenso eine KK ... viel Training, viele Wiederholungen, viel Übung, viel Zeit.

ja sicher habe ich Handbefreiungen an diversen unkooperativen Partnern getestet, die sich auch einiges einfallen liessen an Varianten, aber so viele Varianten wie du hat trotzdem keiner gefunden.
Die " vielen, einfallsreichen Varianten " sind ganz normal, wie schon so oft gesagt. Bei Anfängern würde der Übungspartner nur greifen, der andere übt erstmal isoliert die Handbefreiungs-Techniken.
Dein Gegner greift dich aus einem bestimmten Grund, er will dich zu sich ziehen, aus dem Gleichgewicht bringen, gleichzeitig Schlagen, Deckung verhindern, Distanz überbrücken für Grappling, zu Boden knallen... - such dir was aus.

ja klar, das ist wie Tag und Nacht. Losreissen ist brutale Gewalt, mit einer WT-Befreiung flutscht man aus dem Griff raus, als ob's ein schlüpfriger Fisch wäre. Das ist überraschend, die Person kann es nicht einordnen, das gibt diesen kurzen "Tilt"-Effekt. Leute erfahren etwas, das ausserhalb ihres Vorstellungsvermögens ist, und es braucht einen Moment, um dies zu verarbeiten. Der Griff wird eben nicht "gebrochen" mit Gewalt, wie die meisten erwarten... die Hand ist einfach plötzlich leer, wo man soeben noch jemanden am Arm fasste.
Du wiederholst das mit dem " Überraschungs - Tilt " zum dritten Mal oder so, langsam denke ich, du meinst das ernst .

und doch doch, das "simple" Handgelenk drehen ist es. Das man allerdings recht präzise machen muss, und Vorwärtsdruck nicht vergessen, sonst klappt es nicht.
Dich hat noch nie jemand wirklich fest gegriffen oder auch nur gehalten " ohne
Varianten ". Simples Lösen über Rausdrehen zur Daumenseite, präzise Technik zur Handbefreiung funktioniert dann nicht einfach so, da gehört wesentlich mehr dazu. Ich müsste meinen Trainingspartner zusätzlich gleichzeitig Schlagen / Kicken, seine Struktur angreifen, vielleicht Hebeln, mich im Raum dabei bewegen, mich nicht treffen lassen und dabei mein eigenes Gleichgewicht behalten.

in dem Fall bleibt wohl nichts Anderes übrig, als allein damit fertig zu werden.
Eine reale Geschichte aus Nicht-Basel, einer Kleinstadt in Nordrhein - Westfalen. Meine Nachbarin wurde von ihrem damaligen Freund mehrfach mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Kurz danach habe ich die Notrufnummer gewählt. Der Krankenwagen war nach 10 Minuten da ( Krankenhaus Entfernung ca. 2 km). Die Polizei
( Entfernung ca. 150 m Luftlinie ) hat ca. 15 - 20 Minuten bis zum Eintreffen gebraucht. Notarzt / Rettungssanitäter mussten überredet werden, vor der Polizei die Nachbarwohnung zu betreten, um der Frau zu helfen. Erst nach mehrfacher Versicherung und Erklärung, daß der Täter schon weg ist, und sie in der Wohnung verbluten würde, falls es noch länger dauert, kamen sie mit rein.
Du wärst auf deine persönlichen Fähigkeiten und Kampffertigkeiten angewiesen, bis Polizei / Krankenwagen da sind, falls sie informiert werden. In meiner jetzigen Wohngegend ist die nächste Polizeistation ca. 20 km entfernt. Das könnte etwas also etwas dauern, bis professionelle Hilfe da ist.

Darum spricht man Leute direkt an, bittet sie konkret um Hilfe wenn nötig.

Oder man kann Krach machen, sodass auch jene, die nichts damit zu tun haben wollen, zum Hinschauen motiviert werden und hören, was geschieht.
Falls tatsächlich Menschen in der Nähe sein sollten, die das ganze auch mitbekommen, sollten sie auch bereit sein zu helfen und nicht nur zuhören und zuschauen. In meinem Fall würde sich die Hilfe auf Polizei / Krankenwagen rufen beschränken. Denn weder wüsste ich, was da genau los ist, um die Situation richtig einzuschätzen zu können, noch würde ich die Aufmerksamkeit auf mich ziehen oder dazwischen gehen. Vielleicht ist ja einer von euch bewaffnet ?
Aber ich könnte und würde demjenigen, der liegenbleibt, erste Hilfe leisten, bis der Krankenwagen da ist, also in deinem Fall also dir.

Grüße,

Keva