Zitat Zitat von Chrisdz Beitrag anzeigen
Soll ich jetzt lachen oder weinen?

Die Tatsache, dass unsere Vorfahren um Regen, hier bei uns meistens um Sonne getanzt haben, soll mich bei dem Scheisswetter jetzt auf die Strasse treiben, um einen Sonnentanz aufzuführen?

Das ist es, was ich als sektenhaftes Karate bezeichne.

Wenn unsere Leute sich hier spezielle Kabel besorgen, um mit den denen als Nunchakuersatz zu trainieren, ist es doch auch so. Sie kriechen geistig in die Höhlen der Neandertaler zurück und wollen diese kopieren, obwohl niemand auf der Welt sagen kann, wie das Leben dort wirklich ablief. Auch die beste Interpretation archäologischer Funde bleibt letztlich nur eine Interpretation.

Eine Seite auf Facebook hat grad ein altes Bild von Funakoshi bei Tekki/Naifanchi gepostet - in Shikodachi. Gut! Wir machen also jetzt Tekki in Shikodachi, weil es ein Bild von Osensei so zeigt!

Ihr macht euch lächerlich.

Es ist kein Wunder, dass niemand von den jungen Leuten ins Karate gehen will, um dort sinnlos Bahnen zu schrubben.
Dein letzter Satz hat mit dem Rest nichts zu tun. Sinnlos Bahnen zu schrubben und mit Waffen rumzufuchteln bringt natürlich nichts. Du hast geschrieben "dass man dem Bo durchaus sehr viele gute Eigenschaften abgewinnen kann und er das Verständnis für die Techniken des Karate verbessert." Genau das Gleiche bringt ein Sai und ein Nunchaku und und und, zumal es durchaus auf die "Moderne" übertragbar ist (Sai ist ja mehr eine Art Eisen-Knüppel, Nunchaku eine flexible Waffe, das kann man durchaus auch auf moderne Gegenstände vom Handling her übertragen). Im Großen und Ganzen hat Henning eigentlich schon alles geschrieben ("Wie beim Stock geht der Wert der Übung mit Sai im Shōtōkan-Ryū weit über „bloße“ kämpferische Anwendung hinaus und betrifft Körpermechanik, Körperstruktur Krafterzeugung usw."). Andere Leute finden halt Sachen mit Radiowellen no touch knock outs aus Amerika gut, da bleibe ich lieber beim Knüppel aus dem Neandertal.