
Zitat von
kanken
Nach langer Zeit mal wieder ein neuer Artikel im Bereich „Neurobiologie“ zum Thema „Realität“ und wie „innere Bilder“ entstehen. Viel Spaß beim Lesen.
Was ist Realität?
"Ein Geräusch oder ein Objekt entstehen erst wenn wir dieses Erregungsmuster schon einmal gesehen/gehört/gefühlt haben und wir ihm einen Namen gegeben haben. Ansonsten ist es erst einmal nur ein Reiz. Unser Verstand gibt diesem Reiz einen Namen. Das nennt man „lernen“.
[...]
Im Laufe seiner Entwicklung wird unser Baby dann anfangen zu sprechen und den Reiz der Großhirnrinde mit einem Laut/Wort kombinieren. Damit wird das visuelle Erregungsmuster, das der Baum auf der Großhirnrinde erzeugt, erst zum „Baum“. Der Reiz wird „benannt“.
Alles was wir wahrnehmen wird mit abgespeicherten Wahrnehmungen und Mustern permanent abgeglichen. Erst dadurch entsteht unsere Realität. Ein Baum ist erst dann ein Baum wenn ich ihn als Baum identifizieren kann. Vorher ist er ein spezielles Erregungsmuster in meiner Großhirnrinde, das ich bewusst wahrnehme, weil es an meinen Verstand geleitet wird."
ich erinnere mich an eine Geschichte, die ging ungefähr so:
Ein kleiner Junge sieht einen Vogel und fragt die Erwachsenen:
"Was ist das?"
"das ist ein Vogel"
Dies bekommt ein weiser Mann mit und sagt zu seinem Begleiter:
"Jetzt, wo er weiß, dass das ein Vogel ist, wird er nie mehr einen Vogel sehen"
Ich habe mich schon des Öfteren gefragt, wie sich die Bemühungen einiger spiritueller Richtungen um unvoreingenommene Betrachtungsweise der Welt mit der Notwendigkeit der Voreingenommenheit, um sich in der Welt zurechtzufinden, vertragen?