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Thema: Raufen, Prügeln, Gewalt - Kinder

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  1. #10
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    Zitat Zitat von Gürteltier Beitrag anzeigen
    Wenn zwei sich ernsthaft zu schlagen beginnen, gehe ich manchmal kurz dazwischen und frage : Wollt ihr euch beide prügeln ?
    Wenn beide ja sagen, sage ich okay, nur Hände und Füße, nicht zu den Augen, bis einer genug hat.

    Meist ziemlich früh hat einer genug. Wenn nicht, tritt meist eine Phase des Belauerns ein, und ich mache da den cut.

    Verkeilen sie sich im Nahkampf, unterbreche ich den bei Gefahr oder den ersten suchenden Fingern Richtung Auge.

    Folgender Effekt tritt fast immer ein ( u.a. weil ich sie unauffällig erst auf Distanz bringe ) : Neben der eigenen Wut wird plötzlich auch wichtig, was der andere gerade fühlt und plant.
    Absoluter Unsinn.
    Zum einen macht es wenig Sinn zu fragen, ob sich beide prügeln wollen - die Frage kann in so einer Situation niemand mit Nein beantworten, ohne gebrandmarkt zu sein. Insofern ist diese Frage schon totaler Bullshit.

    Zum anderen ist es von Grundsatz her schon Schwachsinn, Konflikte/Streitereien gewaltsam lösen zu wollen. Es sollte nicht sein das Kids/Jugendliche lernen, mit Gewalt Dinge durchsetzen zu können, auf die Sie eigentlich keinen Anspruch haben.
    Umgekehrt ist es auch eine sehr schlechte Botschaft, dass jemand allein dasteht und seine Rechte mit Gewalt selbst verteidigen muss und ihm niemand hilft - einschließlich das Gürteltier als Aufsichtsperson.

    Das deine Regel "Nur Hände und Füße" (was soll das eigentlich bedeuten? Nur mit Händen und Füßen schlagen und treten, nicht mit dem Kopf?) keinen Sinn ergibt, da man ernsthafte Schlägereien niemals in einen sportlichen Rahmen stecken kann, sollte eigentlich jedem einleuchten.

    Das du als Aufsichtsperson einen "ernsthaften Kampf" noch "moderierst", ist genau genommen ein großer Vertrauensbruch.

    Korrektes Verhalten wäre an dieser Stelle nicht die Frage, ob sich beide prügeln wollen - sondern die Frage, worum es geht und dann als Autoritätsperson den Streit zu schlichten- und diese Entscheidung auch zu begründen.

    Ich bin mir aber dessen bewusst, dass dieser Standpunkt in einem Kampfsportforum nicht zu vermitteln ist, würde er doch den Sinn von Kampfsport innerhalb unserer rechtsstaatlichen, grundsätzlich pazifistisch eingestellten Gesellschaft in Frage stellen. Nicht grundlos verstecken sich auch viele VK-Kampfsportvereine hinter vorgeschobenen Zielen wie Fitness oder "Selbstverteidigung" - weil das Streben nach Kämpfen und der damit verbundenen Unterwerfung/Zerstörung keine gesellschaftliche Akzeptanz hat.
    Geändert von kelte (04-03-2019 um 10:00 Uhr)

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