
Zitat von
step-by
Lieber Pansapiens Du hast Dir große Mühe gemacht und Deine Argumentation mit einer Statistik unterlegt.
Vor allem habe ich mir eine Statistik, die hier zur Argumentation verwendet wurde, genauer angeschaut.

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step-by
Es wäre bestimmt wichtig, zu erwähnen, wer diese Statistik in Auftrag gegeben hat.
Denn in meiner Tageszeitung kann ein Artikel ganz anders dargestellt sein als das selbe Thema in einer anderen Zeitung.
Wenn ein Unfall passiert mit fünf Toten und in Deiner Tageszeitung steht, es wären zehn gestorben, würde ich Dir empfehlen, die Tageszeitung zu wechseln.
Es gibt einen Unterschied zwischen einer irreführenden Darstellung von richtigen Daten und gefälschten Daten.

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step-by
Werden Statistiken hervorgehoben, da muß ich leider Kannix recht geben, dann sind diese in Auftrag gegeben und unterstützen die Ansichten des Geldgebers.
Ich kann nicht sehen, wo Kannix das behauptet hätte und das ist natürlich in dieser Verallgemeinerung falsch.
Wie willst Du denn an Informationen kommen, ohne Dir Statistiken zu betrachten?
In dem Gesetzentwurf steht als Begründung:
Angriffe mit Messern oder mit Waffen werden weiterhin in hoher Zahl verübt.
Was soll denn das heißen?
Wie hoch ist die Zahl denn genau?
Was heißt "weiterhin"?
Seit wann ist das denn so?
Nehmen die Angriffe zu oder ab?
Gibt es räumliche oder zeitliche Häufungen von solchen Angriffen?
Gibt es Häufungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen?
Das sind doch Fragen, die man stellen sollte, wenn man sich überlegt, ob Handlungsbedarf besteht und wenn ja, wie man am besten vorgeht.
Und wenn man als Entscheider mit entsprechendem Budget diese Fragen stellt, wie soll man denn an die Antworten kommen, ohne vorhandene Daten zu betrachten oder eben - ergebnisoffen- neue statistische Erhebungen in Auftrag zu geben?
Selbst wenn einer sagt: "In letzter Zeit liest man immer wieder von Angriffen mit Messern" oder "Meine Freunde tragen nun fast alle ein Messer" hat er eine Art Statistik erstellt, wenn auch methodisch etwas schwach.

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step-by
Dann was soll ich aus Deiner Statistik für Folgerung ziehen?
1.) dass die Zahl "schusswaffenbezogener Todesfälle" stark von der Anzahl der Leute abweichen kann, die vorsätzlich gegen deren Wille erschossen werden
2.) dass die Anzahl vorsätzlich gegen ihren Willen erschossenen Menschen pro 100.000 Einwohner in den USA im Jahr 2016 bei verschiedenen ethnischen Gruppen sehr unterschiedlich war;
Legt man die aktuellen Bevölkerungsdaten der USA aus Wikipedia zugrunde:
327.774.344 Einwohner (Stand 2018);
12,6 % Afroamerikaner (Zensus 2010) => ca. 41.299.567;
72,4 % Weiße => ca. 237.308.625
Komme ich auf eine Rate der vorsätzlich gegen den eigenen Willen mit einer Schusswaffe Getöteten pro 100.000 Einwohner von:
4,4 für die Gesamtbevölkerung
20,2 für Afroamerikaner
und
1,42 für Weiße
Das ist natürlich sehr ungenau, aber mir scheint eine deutliche Tendenz erkennbar, die sich auch durch genauere Daten schätzungsweise nicht wesentlich ändert.