Man kann das Thema mMn nicht rational "aufarbeiten"; es ist zutiefst spirituell, religiös. Es ist absolut richtig, das der Krieger dem Tod ins Auge blickt. Töten zu seinem Handwerk macht. Nur, wie schaffe ich es dabei noch Mensch zu bleiben? Ist nicht jede Empathie verloren? Jedes Gefühl zur Unterdrückung bestimmt?
Genau da setzt des "Weg des Kriegers" an. Es bedeutet Mensch zu bleiben in Unmenschlichkeit. Würde, Mitgefühl, Selbstachtung zu bewahren im Angesicht der Abscheulichkeit kriegerischer Konflikte. Es ist überhaupt nicht "romantische" Fantasie oder Überhöhung, sondern die Bedingung der Möglichkeit auch dann noch Mensch zu sein, wenn man (menschliches) Leben beendet.
Es liegt in der Natur des Sache das Ideale nicht erreicht, sogar ins Gegenteil verkehrt werden, der Wut, dem Hass freien Lauf gelassen wird, Menschen ihren niedersten Regungen blind folgen. Aber genau da setzen derartige Kodizes an. Sie weisen einen Weg, der nicht in den Abrund menschlichen Daseins führt, sondern darüber hinweg.





Mit Zitat antworten