Das würde ich so nicht sagen - mal ganz abgesehen davon, dass ich mich nicht berufen fühle, irgendwen in Bezug auf irgendwas zu missionieren. Ich sage den Leuten gerne, was ich so wahrnehme, wenn jemand das annehmen möchte gut, wenn nicht dann nicht. Und wie Du vermutlich selbst weisst, kann ein Stilaustausch durchaus befruchtend wirken, aber es ergibt sich eben selten ad hoc die "neue Wahrheit" - man muss immer mit den Konzepten spielen bzw. arbeiten. Und ich sollte erwähnen, dass ich Ringer kenne, die sich ganz unterschiedlich bewegen, je nach Statur, Stärken, Schwächen, Stil etc.
Ich muss mich ja als jemand outen, der im Judo eigentlich nur gute Erfahrungen bei kompetenten Trainern (Leistungszentrum und Kadertrainer) gemacht hat und den Wald- und Wiesenverein so nicht kennt. Daher kann ich den Wald- und Wiesenverein nicht beurteilen. Dafür kenne ich das HEMA-Ringniveau relativ gut, und ich habe dort selten jemanden getroffen, der das Niveau eines Grüngurtes gehabt hätte. Fallen können ist dagegen eine universell einsetzbare Fähigkeit und unumgänglich, um ringerisch sinnvoll was zu machen, und auch da wird mir bei HEMA-Leuten meistens schlecht. Die Fallschule im Ringen ist tatsächlich anders als im Judo, aber das hat seine Gründe im Regelwerk, der Fallhöhe und den unterschiedlichen Matten (m.E. kann man mit der ringerischen Fallschule durchaus auch auf hartem Boden landen, aber dahin zu kommen dauert deutlich länger. Ich empfehle daher tatsächlich meistens die Judo-Fallschule zum Einstieg und empfehle, sich zudem turnerisch weiterzubilden). Mit anderen Worten: ja, ich würde Judo tatsächlich auch als Einstiegshilfe zum HEMA-Ringen empfehlen, in erster Linie um Fallen zu lernen und zweitens um ein Gefühl für unkooperative Partner zu entwickeln.
Beste Grüsse
Period.






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