Das sehe ich mit Verlaub gesagt anders. Grappling-Kenntnisse sind in jedem Fall hilfreich, um ein Grappling-System zu verstehen. Nur muss man halt die Prinzipien ableiten können (wenn man sie nicht gleich auf dem Silbertablett geliefert bekommt - aber das macht halt nicht jeder Trainer,), um Analogieschlüsse versuchen zu können. Dass das einfach ist, hat niemand gesagt, und dass das mit sporadischem Training innerhalb ein paar Monaten funktionieren würde auch nicht - das wird es aber mit Freistilringen ebenso wenig wie mit Judo der Fall sein. Ich würde auch anmerken, dass man gelegentlich dazu neigt, das, was man kennt überall zu erkennen - ich glaube z.B. die Beinarbeit aus dem Ringen zu vielen Teilen beim Langen Schwert und Langen Messer zu erkennen, die meisten Fechter bewegen sich aber ganz anders als ich. Das heisst jetzt nicht, dass eine von beiden Parteien zwingend im Recht ist, nur weil, sagen wir, die eine Partei (in diesem Fall ich) mehr als 10.000 Stunden Training unter Aufsicht von hochqualifizierten Trainiern hatte und die andere von Leuten unterrichtet wurde, die ein paar alte Bücher gelesen haben![]()
Jemand, der sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat und neben dem theoretischen Wissen auch die praktischen Fähigkeiten vermitteln kann, kann m.E. den Weg durchaus abkürzen und einem zeigen, wie die Wissenserarbeitung im konkreten Fall schneller funktioniert (ich merke an dieser Stelle mal an, dass ich Wochenendseminare im HEMA-Ringen bis dato noch immer gegen Übernachtungsmöglichkeit + Fahrtspesenerstattung gemacht habe... falls Interesse bestehen sollte, einfach mal melden). ABER ringen muss man trotzdem, und dafür braucht man grapplingerfahrene Partner, die man sich irgendwie organisieren muss, sonst kommt da nie ein automatisierter Bewegungsablauf raus.
Beste Grüsse
Period.






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