Zitat Zitat von Han Fei Beitrag anzeigen
Bei einer Autoethnographie hingegen, stellt das eigene Erleben, das sich eben einer empirischen, logischen oder sonst einer Verifikation entzieht im Mittelpunkt, (Wenn es eine Testreihe autoethnographischer Experimente zu diesem Thema wäre, könnten wir uns dem Problem mit den Methoden der Sozialwissenschaften nähern.)
Da sprichst du ein Grundproblem aller Geisteswissenschaften, vulgo "Laberfächer", an. Der Ethnologe hat eben kein Labor bzw. normierbare Instrumente, ob physisch oder immateriell, aber er hat Methoden. Argumentieren, zitieren, Tagebücher schreiben, Interviews auswerten, emische Deutungen, Fachdiskussionen etc. zur Überprüfung - eben "Labern", bzw. Schreiben - aber eben nicht mit Narrativen arbeiten. Es sei denn die sind reflektiert, absichtlich eingesetzt etc. Aber das ist noch ein weiter Weg, die Methode etabliert sich ja gerade erst. Insbesondere im Bereich der bewegungsmäßigen Eigenwahrnehmung als Forscher und gleichzeitig Erforschtes eröffnen sich da aber ganz neue Perspektiven.

Im Übrigen bin auch ich bin der Meinung, daß gerade bei der Autoethnographie die Grenze zur Kunst wirklich dünn und durchlässig ist.