Jo,

vllt. mag ja jemand mit den entsprechenden Kenntnissen hier antworten. Genau gesagt, geht es mir um passives Aushängen, also eine weitestmögliche Entspannung der Rückenmuskeln beim Hängen, wodurch ja das Gewicht von Beinen und Hüfte direkt direkt an der WS zieht und die einzelnen Wirbel auseinander gezogen werden.

Ist das generell als schädlich oder vllt. doch gar als gesund bekannt?

Ich frage mich das, weil ich Entspannung des unteren Rückens beim Hängen sofort als schmerzhaft für meine WS empfinde, mich anderseits aber an diese Apparaturen erinnere, mit denen man sich kopfüber hängen lassen kann, was, so erinnere ich mich aber nur dunkel, durch die Passivität der eigenen Muskulatur einen besonders guten Zug auf die WS ermöglichen sollte, was wiederum als „gut für den Rücken“ gepriesen wurde. Vllt. erinnere ich mich auch falsch und die Teile waren eigentlich Bauchmuskeltrainer oder so.

Egal ... wie ist das nun? Gilt ein Auseinanderziehen/Strecken der Wirbelsäule als gut oder schlecht?

Danke im Voraus.


p.s.:
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich nicht danach frage, ob ich selbst es tun oder lassen soll.

Gute Frage und ein Teil beantwortest du dir auch schon selber. Wenn es dir weh tut, wenn du dich einfach hängen lässt, dann mach es nicht, bzw. mach es anders.

Ich habe so eine Maschine schon 20 Jahre und kann dir meinen Ansatz erklären:

Grundsätzlich hänge ich mich nicht einfach aus, d.h.90 Grad mit dem Kopf nach unten. Ich starte bei einer Wirbelsäulen Positon von ca. 45 Grad (ich liege dabei ja auf einer Unterlage, die sich drehen kann).

Dann lass ich die Schwerkraft ihre Arbeit machen und arbeite gezielt mit Anspannung und Entspannung der Muskulatur, gerade im Bereich des Gesäß. Ich versuche Raum zu schaffen, aber immer noch die "Form" der Wirbelsäule zu halten, die ist nämlich nicht gerade, sondern ein wenig gebogen.

Ich gehe dann immer weiter in Richtung 90 Grad, aber gehe selten in das volle Hängen und je mehr die Schwerkraft an mir "zieht" desto mehr aktiviere ich auch die Muskulatur im Lendenwirbelsäulen Bereich, bzw. im gesamten Wirbelsäulenbereich, je weniger Schwerkraft wirkt, desto mehr kann ich entspannen und deshalb spiele ich immer mit dem Bereich 45-90 Grad, um bewusst Raum in meiner Wirbelsäule zu schaffen, ohne dabei die Struktur zu verlieren.

Ich mache auch Bewegungen mit dem Becken, kippe es nach links und nach rechts, etc. aber eben immer mit einer gewissen Grundspannung.

Das nach unten Hängen ist aber auch nur ein Teil meiner hängenden Übungen. Ich hänge auch noch an den Armen (dabei muss man weniger auf den unteren Rücken achten) und vorgebeugt mit einem Gummikabel, eine Übung die sehr intensiv für die hinteren Faszien ist.

Ich persönlich finde Hängen eine sehr wichtige Übung, gerade wenn man keine 25 mehr ist. Aber man sollte immer auf seine Struktur achten und nicht einfach nur hängen, gerade wenn man Kopf über nach unten hängt......