Wenn man das rein aus dem SV-Aspekt betrachtet, ist ja auch die Frage, wie sinnvoll ist sowas? Wenn es mir in erster Linie um meine körperliche Unversehrtheit geht, dann ist ja die Frage, ob es sich lohnt, sich im Training regelmäßig Schmerzen und kleinere Verletzungen abzuholen. Denn ja, klar, ich bin dann auf den SV-Ernstfall im Zweifel besser vorbereitet. Eine Garantie hab ich trotzdem nicht. Und auf der anderen Seite kann es ja sein, dass dieser Ernstfall nie eintritt.
Ich bin fast 50 Jahre alt. Das letzte Mal körperlich angegriffen wurde ich in der Schule, also so ca. vor 35 Jahren. Und da hat es sich zwar scheiße angefühlt und wehgetan (sowohl körperlich wie auch psychisch), aber im Endeffekt hatte ich da wahrscheinlich weniger körperlichen Schaden, als ich den jetzt wöchentlich im Kyokushin Training davontrage. Würde ich Kampfkunst also hauptsächlich betreiben, um mich zu schützen, wäre das irgendwie unlogisch, und ich hätte das auch bestimmt nicht lange durchgezogen. Ich mache Vollkontakt-Karate, weil es mir Spaß macht, und weil es mich, wenn wir von den blauen Flecken jetzt mal absehen, die bestimmt so richtig gesund auch nicht sind, fitter macht als jegliche andere Sportart, die ich im Laufe der Jahre so ausprobiert habe. Und wenn dabei, quasi als Nebenprodukt, abfällt, dass ich mich im Notfall zu wehren weiß, dann ist das super.




Mit Zitat antworten