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Thema: Wirtschaftliche Einbußen durch Corona

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  1. #11
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    Der Finanzwissenschaftler Marcel Fratzscher zum Verhältnis von Maßnahmen, Solidarität und Wirtschaftlichkeit in der Corona-Krisen:

    ... Denn Maßnahmen, die effektiv die Ausbreitung des Virus verhindern und verlangsamen, sind auch im Interesse der Wirtschaft. Firmen in der Gastronomie und der Tourismusbranche werden nur dann bald wieder mehr Umsätze machen können, wenn die Kundinnen und Kunden auf die Sicherheit und den Schutz ihrer Gesundheit vertrauen können.
    In den USA oder Brasilien zeigt sich beispielsweise, dass eine Strategie mit möglichst wenigen Regeln und Restriktionen auch nicht im Interesse der Wirtschaft ist. Wenn Menschen Angst haben, zur Arbeit, in den Supermarkt oder in die Geschäfte zu gehen, dann ist der Schaden für die Wirtschaft nicht geringer, sondern sogar noch deutlich höher. Schlimmer noch: Ist das Vertrauen der Menschen in die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft erst einmal beschädigt, ist es schwer wieder zurückzugewinnen. Dann werden Menschen Ankündigungen und Versprechungen der Politik immer weniger Glauben schenken und sich selbst beschränken. Auch der private Konsum – um den es vielen der Kritikerinnen und Kritiker weiterer Maßnahmen ja zu Recht geht – wird sich deutlich abschwächen und damit einen wirtschaftlichen Schaden für Unternehmen und Beschäftigte verursachen.

    Die oberste Priorität der Politik sollte daher nicht primär die Abwägung sein, ob man nun weitere Restriktionen einführt oder nicht, sondern für welche Regeln und Beschränkungen eine möglichst breite und umfassende Akzeptanz in der Bevölkerung gefunden werden kann. Und hier ist die Antwort nach vielen Umfragen sehr deutlich: 85 Prozent der Menschen in Deutschland hielten die Restriktionen während der ersten Infektionswelle für richtig und sind auch mit Blick auf mögliche weitere Restriktionen jetzt in der zweiten Phase dieser Auffassung. Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten sogar eine innerdeutsche Quarantänepflicht für Menschen aus Risikoregionen. ... Der vielleicht wichtigste Grund für die im internationalen Vergleich relativ erfolgreiche Bewältigung der Corona-Pandemie in Deutschland ist das hohe Maß an Solidarität und der starke Gemeinschaftssinn, den die Menschen in Deutschland bisher ganz überwiegend gelebt haben. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Gesellschaften mit einem starken Maß an Solidarität große Krisen wie Pandemien, Naturkatastrophen und Kriege in jeglicher Weise besser bewältigen als Gesellschaften, die sehr individualistisch geprägt sind.
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-...e-bewaeltigung


    Nur 15 % finden - auch jetzt noch- die aktuelle Kursausrichtung falsch. Eine deutliche Minderheit.
    Geändert von Kusagras (15-10-2020 um 19:23 Uhr)

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