Wow, ihr wahrt echt fleißig und habt mir eine Menge an sinnvollen Informationen geliefert. Vielen, herzlichen Dank!
Da ich durch meine unvorsichtige, oberflächliche Erwähnung (die sich als Glücksfall entpuppte) sicher auch einiges an Verwirrung geschaffen habe, versuche ich jetzt hier nochmal etwas Klarheit zu schaffen (muss man aber nicht lesen, ist viel zu lang geworden und leider immer noch etwas oberflächig – sonst wäre es ein Roman):

Motivation für Maximalkrafttraining (stichwortartig):
- Letztes Jahr einem Kumpel beim Mauerbau (mit Granitsteinen) geholfen und festgestellt, dass ich bei absoluter Kraft (da Lurch also klein und leicht) ganz schön nachgelassen habe (höheres Verletzungsrisiko insbesondere beim dabei oftmals erforderlichen Heben und Tragen am 1RM Limit)
- Bei einem Outdoor Erste Hilfe Kurs festgestellt, dass mehr „absolute“ Kraft für diverse Rettungsübungen sinnvoll (eher sogar erforderlich) wäre
- Um beim Rucking mit 50% in schwerem Gelände mehr Sicherheit (Reserven) zu haben – gerade wenn man mal rutscht oder nicht ganz sauber auftritt (ein positiver Effekt den ich jetzt schon bemerke)
- Etwas mehr Kraftreserven beim händischen Holzmachen und vergleichbaren arbeiten (auch hier wieder wenn man am Limit hebt/trägt ist das Risiko höher als wenn man noch mehr Reserven hat) – unwichtigster Punkt, als Alternative wird mehr gesägt

Mein Programm enthält:
- Für Maximalkraft: 5x5 (wie beschrieben)
- Für (Kraft-)ausdauer: Diverse WODs (mit und ohne Gewichte), Rucksackmärsche (je nach Länge +30% oder +40%), vorzugsweise in steilem Gelände (Weinberge), steile Anstiege mit dem Rad
- Spezielle Übungen: Sachen die ich nicht als 5x5 machen will, die aber auch nicht in einen WOD passen (da ich in den WODs vor allem Übungen habe, die auch den Puls hochtreiben). Beispiel: Einbeinige Kniebeuge, Swallow, Farmer Carries
- Intervalltraining ohne Gewicht: Tabata, Laufen mit Spurts (30min, 8 Spurts auf dem Rückweg der Strecke) – teils als eigene, unabhängige Einheit.
- Allgemeine Ausdauer: Längere Wanderungen (mit Rucksack, ca. +15-20% Gewicht) und lange Radtouren. Diese Programmteile haben den Vorteil, dass ich Soziales- und Familienleben mit Training verbinden kann (besonders beim Radfahren, Frau mit E-Bike ich mit fairen Mitteln)

Aufbau einer Einheit „Krafttrainingseinheit“:
Allgemeines Warm-up
Spezifisches Warm-up
5x5
WOD oder Tabata (1x pro Woche) oder Laufen mit Sprints (1x pro Woche – klappt z.Z. nicht immer)
Ggf. Spezielle Übungen (teils vor / teils nach dem WOD)
Abwärmen
Mit Ausnahme der Einheit mit Laufen passt alles genau in eine Mittagspause (1h).

Rucking/Radfahren in unabhängigen Einheiten.


Meine Zielsetzung und wie es dazu passen (soll):
Maximalkrafttraining (aktueller Schwerpunkt):
Siehe Motivation
Was ich davon nicht erwarte (da hier angesprochen): Bei schwerer Arbeit- und Rucking / Bergsteigen (wesentlich) länger durchhalten zu können. Dafür sind die anderen Trainingsanteile da (wobei ich mit langer, schwerer Arbeit auch kein Problem habe – dafür mache ich sie oft genug).

Kraftausdauer- und allgemeines Ausdauertraining (momentan kein Schwerpunkt):
Das ist der Teil (wie der Name schon sagt) der für längere anstrengende Tätigkeiten gedacht ist. Hier vor allem für länger Touren mit Rucksack (siehe auch dazu weiter unten – „Bisherige Erfahrungen“) – da ist immer noch Luft nach oben.

Intervalltraining (momentan kein Schwerpunkt):
Der Teil ist dafür gedacht, kurzfristig auch ein sehr anstrengende Tätigkeit auszuführen zu können (kurzer Sprints wie zuletzt mehrfach beim Fliegen , kurze Strecke mit schwerem Gewicht zurücklegen – egal ob Holz oder eine Person)

Bzgl. Langfristige Trainingsplanung:
Die Erfordernis zu Periodisierung ist letztlich der Hintergrund meiner Frage. Erstmal steht auf Prio 1 (des Ergänzungstrainings – im Gesamttraining ist es Bagua) die Maximalkraftsteigerung (im Sommer stand für ca. 2 Monate Radfahren und Rucking im Vordergrund). Irgendwann will ich davon aber auch wieder weg, wenn ich ein für mich „ausreichendes“ (Ausgangsfrage) Niveau erreicht habe. Eventuell kommt dann als Schwerpunkt mehr Intervalltraining. Dass weiß ich aber heute noch nicht (falls anspruchsvoller Bergtouren geplant sind geht es z.B. eher in eine andere Richtung). Der Umstiegszeitpunkt wird zu dem u.U. auch von externen Faktoren vorgegeben werden.

Bzgl. Steinheben:
Das ist eine sehr gute Idee, sobald HO vorbei ist wäre das auch ideal in der Mittagspause (da habe ich es sogar schonmal gemacht, da liegen einige Granitblöcke rum – Sandabbaugelände hinter der Firma).

Bzgl. Rudern:
Danke marq, weckt auf alle Fälle Interesse sich langfristig diese Methode mal wieder anzusehen (zuletzt habe ich da mit ungefähr 12 Jahren nachgedacht – damals wurden Rudergeräte heiß beworben – Quelle Katalog). Im Moment ist es außen vor, da ich weder ein Fitnessstudio (Zeit, Geld) aufsuchen noch einen kaufen kann (Geld). Geld / Zeit ist natürlich Priorisierung, aktuell sehe ich dafür gute Alternativen – vielen Danke daher auch an Period für die diesbezügliche Einschätzung und Bewertung, deckt sich mit meinen Vermutungen (kein Wissen, da zu wenig Ahnung von dieser Übung).

Bgzl. Stoßen:
Fliegt raus bzw. maximal als Kraftausdauerübung im WOD (da sehe ich keine Probleme, da leichtes Gewicht)

Bisherige Erfahrung:
Folgt, Pause ist gleich um (heute leider mal ohne Training, wird ein langer Abend )