Die konkrete Erfahrung, die ich da im Kopf hatte, stammte nicht von historischen Schlachtfeldern, sondern friedlichem Training im Park, in dessen Verlauf mir irgendwann jemand ein Schwert (das für ein chinesisches Jian steht, nicht für ein japanisches Katana, das ich eher unter "Säbel" einordnen würde) entgegen hielt.
Mit der Spitze, die auf mich zeigte, voran.
Da hab ich mir dann überlegt, wie ich da nun vorbeikommen soll, unter der Annahme, dass ich da nun besser nicht in den vorderen Teil der Klinge fasse.
Wir haben das dann nicht vertieft, oder weiterverfolgt, aber in diesem Setting war ich der (nicht besonders aggressive) "Aggressor", der mit einem Schwert auf Distanz gehalten wird.
Wegrennen hätte ich natürlich gekonnt.
Eventuell hätte ich auch durch dauerndes Bewegen und Fintieren eine Lücke öffnen können...wie gesagt, wir haben das nicht vertieft und ich bin ja, was Schwertkampf angeht eher blutiger Anfänger,
daher hätte mich die Meinung derer, die sich länger damit beschäftigen, interessiert.
In Bezug auf Messer gibt es ja fast einen Konsens, dass man da auch gegen einen Anfänger, der es Ernst meint, und nicht blöd ist, Glück haben muss.
Bei einem Schwert sehe ich hier, für den der es führt, Reichweitenvorteile, aber Nachteile in der Nahdistanz, falls der andere es mal geschafft hat, einigermaßen unverletzt rein zu kommen.
Daher IMO ja das Ringen um das Schwert bzw. manche hatten ja noch einen Dolch als Zweitwaffe.
Period kann da eventuell mehr dazu sagen.
Zum Thema reines Ausweichen bei einer beschränkten Angriffspalette gibt es ja dieses Taiji-Werbevideo:
Was ähnliches könnte ein Schwertmeister ja auch mal machen, eventuell noch Schnitte erlauben und seitliche Bewegungen.





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