Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen

Zunächst wollte ich ja wissen, wie da die Bhagavad Gita oder was diesbezüglich aus der IMO hier vorgetragenen Interpretation folgt.
Zu der Zeit, als die entstanden ist, galten ja andere Moralvorstellungen als heutzutage bei uns und auch "heilige Bücher" sind meist von Menschen geschrieben, teilweise mit bestimmten Absichten.
Deshalb schrieb ich bewusst von Belehrungen. Gerade in Bezug zur Spiritualität.

Belehrungen , z,b, Die Gita , dienen nicht dazu Konkrete Personen , wie z.b. Hitler oder auch Gandhi ,oder dich oder mich , zu vergleichen oder zu bewerten . Oder ethische oder moralische Maßstäbe anzusetzen.
Sie sind auch keine philosphische Betrachtungen .

Bei Belehrungen geht es um das was in DIR bewirkt wird . Was getriggert wird ,was dich aufrüttelt oder sich endlich setzen kann.
Es geht nicht darum Dinge von Aussen als Beobachter zu betrachten , sondern sich hinein zu begeben ,um es in sich selbst zu finden. Weil sie sehr oft mehrere Ebenen besitzen . Wie eben das Buch mit den sieben Siegeln oder das Bild der Zwiebelschale
Einer der Gründe weshalb so oft in diesen Bereichen in Gleichnissen gesprochen wird.

Deswegen ist es auch ziemlich egal wann sie entstanden sind, viel wichtiger ist WIE sie entstanden sind.
Natürlich hast du Recht ,das sie von Menschen geschrieben wurden , der Punkt aber bei solchen Texten ist , in welchem Zustand war der Mensch als er diese Texte verfasst hat . In welchem Zustand war sein Bewusstsein.
Und wenn du bei der Arbeit mit diesen Texten dein Bewusstsein sich verändert , du in eine gewisse Resonanz kommst , erschliessen sich die Inhalte nicht selten von allein, je nach Schicht zu der du vorgedrungen bist .das geht aber nur wenn man sich hinein begibt. Und spätestens da kommt man an der Arbeit mit Emotionen und all ihren Folgen , nicht vorbei

Rein kognitiv es zu erfassen , wird dabei nicht gelingen . bzw dein Vordringen stark limitieren.

Im Kontext zu diesem Thread stand aber die Frage , ob Spiritualität eine Gewaltkompetenz erzeugt oder sie im Fokus hat. So wie ich Spiritualiät verstehe und auch kennen gelernt habe, war das nie ein Fokus , oder ein Begleiteffekt. Macht auch gar keinen Sinn. Aus mehreren Gründen . Unter Anderem ..
Weil die Gewaltsicht einer ständigen Veränderung unterworfen ist,
weil Verletzen immer eine Selbstverletzung ist .
Weil Machtausübung immer ein Blockade daratellt ...
Weil ethische und moralische Sichten als Kostüme erkannt werden , die durchaus ihre Rolle besitzen aber eben nicht die Wahrheit darstellen .( wahrheit , meint hier ,das Erkennen der Motoren , das Spiel der Kräfte) und damit sie angesprochenen Täter-Opfer-Gefüge ....


Ebenso sind mir nie Hinweise begegnet ,das Spiritualität an irgendwelche martialischen Skills gekoppelt wäre oder sie gezielt hervorbringt .
Ein Handeln das mit Verletzen , Gewalt und Tod verbunden ist , z.b. kampfkunst kann durch Spiritualität durchaus schon eine andere Qualität bekommen , aber Spiritualität braucht keine Kampfkunst. .
Das Prinzip des Krieges , das Prinzip des Ausgleichs von Konzentrationsunterschieden ,findest du auf jeder erdenklichen Ebene in unterschiedlichen Gewändern .

Kann Spiritualität missbraucht werden , wie am Beispiel des Zen beschrieben wurde ? Und aus einer alles bejahenden bzw annehmenden ( nicht ablehnenden ) Haltung , eine Gleichgültigkeit im Sinne von Schei..egal Haltung , generieren ? Ja klar. Alles kann destruktiv benutzt werden .
Das ist ja ein zentraler Bestandteil der Arbeit an Sich ,, der Aufarbeitung , und und ... . Der Entscheidung .
Und da sind wir wieder am Ausgangspunkt. Es geht dabei eben nie um philosophische Betrachtung , quasi als Beobachter , sondern immer nur um dich und was in dir geschieht.

Und die Gita ist ein Wundervolles Bild dafür .