Natürlich, solche Aussagen gibt es "im Christentum". Es sei aber - ohne daß das als Beitrag zu der Dikussion hier gemeint sein soll - darauf hingewiesen, daß das beileibe nicht die einzige Anschauung im Kontext der Vielfalt christlicher Theologie ist.
Der Satz: "Man muß Gott mehr gehorchen, als den Menschen." (Act 5, 29b) hat eine breite Wirkungsgeschichte erfahren und ist - da Adolf Hitler hier genannt wurde - gerade im historischen Kontext des Nationalsozialismus prägend gewesen u.a. für das Barmer Bekenntnis und auch für die theologische Rechtfertigung des Tyrannenmordes im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli.
Die Auflösung "weltlicher Ordnungen", d.h. konkret gesellschaftlicher Hierarchien und Strukturen (nicht mehr Mann/Frau, nicht mehr Sklave/Freier, nicht mehr Jude/Grieche) in der Binnenstruktur der Gemeinde, wie sie z.B. Gal 3, 28 formuliert, war ganz offensichtlich ein wesentliches Momentum der rasanten Verbreitung des frühen Christentums.
Ein wohl etwas in Vergessenheit geratenes Beispiel ist die Befreiuungsthelogie in Mittelamerika. Aber in den späten 80ern und 90ern dann sind KommilitonInnen von mir aus dem Studium heraus aufgebrochen in den bewaffneten Kampf dort ...





Mit Zitat antworten