
Zitat von
Julian Braun
Hmm, wie meinst du das? Dass Bewusstsein auch mit anderen Strukturen als einem Gehirn einhergehen kann? Dann wäre dies als Einwand gegen eine Identitätstheorie in der Philosophie des Geistes aufgegriffen (z. B. Folie 447 im Link), wenn ich es richtig verstehe.
https://tu-dresden.de/gsw/phil/iphil...08.pdf?lang=de
Ja, so wie es auf der Folie steht:
Wir wissen heute, dass sich die Neurophysiologie der meisten Tiere von der unsrigen stark
unterscheidet; wir wissen auch, dass im Prinzip nichts dagegen spricht, sich Gehirne
vorzustellen, die nicht aus Nervenzellen sondern z.B. aus Silizium-Chips bestehen.
schöner Überblick über die verschiedenen Ansätze

Zitat von
Julian Braun
Dass es nur interdisziplinär geht denke ich auch; ich glaube, dass halt die Leute aus der Philosophie des Geistes noch am stärksten versuchen, die verschiedenen Impulse zusammenzutragen. Allerdings scheint man auch nicht so richtig voranzukommen.
Das faszinierende am Phänomen Bewusstsein ist ja (für mich), dass es ja zur Zeit noch etwas grundlegend Subjektives ist und - nach Descartes - das einzige, dessen (Existenz) man sich sicher sein kann.
Während man in den empirischen Wissenschaften subjektiven Erfahrungen, die nicht objektivierbar sind ja grundsätzlich eher keinen größeren Wert beimisst.
Wenn die Identitätstheorie dann falsch ist, bleibt es auch schwierig mit dem Auslesen von Bewusstseinsinhalten aus messbaren Gehirnzuständen.

Zitat von
Julian Braun
danke 
"Theoretische Philosophie"?
Gibt es auch eine experimentelle Philosophie?