Bewusstes Wahrnehmen.
Auch im Schlaf bin ich zeitweise bei Bewusstsein.
Nur werden den Inhalten des Bewusstseins (Träume) weniger "Realität" zugemessen.
Wenn man nicht gerade luzide träumt, allerdings erst im Nachhinein.
Ja irgendwie schon.
Eigentlich unmittelbar einsichtig und dennoch neigt mancher (ich zum Beispiel, siehe oben) dazu, das zu vergessen.
Ohne es uns ganz klarzumachen und ohne dabei immer ganz streng folgerichtig zu sein, schließen wir das 'Subjekt der Erkenntnis' aus aus dem Bereich dessen, was wir an der Natur verstehen wollen. Wir treten mit unserer Person zurück in die Rolle eines Zuschauers, der nicht zur Welt gehört, welch letztere eben dadurch zu einer 'objektiven' Welt wird. Dieses Vorgehen wird durch folgende Umstände 'verschleiert'.
Erstens einmal gehört mein eigener Leib - an den mein Geistesleben so unmittelbar und eng verknüpft ist - mit zu dem 'Objekt', das ich aus meinen Sinnesempfindungen, Wahrnehmungen und Erinnerungen konstruiere - mein Leib gehört mir zur 'realen Außenwelt'. Zweitens gehören auch die Leiber anderer Wesen mit zu dieser objektiven Welt.
Nun habe ich gute Gründe zu meinen, daß jene fremden Leiber auch mit Bewußtsein verbunden sind, daß jeder sozusagen der Sitz eines dem meinen ähnlichen Bewußtseins ist. Ich kann keinem vernünftigem Zweifel Raum geben, daß auch diese fremden Bewußtseinssphären in irgendeinem Sinn existieren, aktuell sind, obwohl ich allerdings keinen unmittelbaren subjektiven Zugang zu ihnen habe. So bin ich also geneigt, diese fremden Bewußtseinssphären selber als etwas Objektives anzusehen, als einen Teil der realen Außenwelt. Ich schließe dann rasch, daß auch 'ich selbst' einen Teil dieser realen Außenwelt bilde. Ich versetze sozusagen mein eigenes wahrnehmendes Selbst (welches 'diese Welt' als geistiges Produkt konstruiert hat) in sie zurück - mit dem Ergebnis, daß als logische Folge dieser ganzen 'Kette von Fehlschlüssen' nunmehr die Hölle los ist - eine Hölle von unerträglichen logischen Antinomien.
http://www.quantum-cognition.de/texts/srod.html
Was ist mit einem Airbag, der aufgrund von Messwerten von Sensoren entscheidet, ob er nun auslöst oder nicht? Was mit einem Heizthermostat, der aufgrund der "Beobachtung" der Raumtemperatur die Heizleistung regelt?
Keine Ahnung, ich kann nicht die Innenansicht einer Drohne einnehmen und entscheiden, ob da nun einfach eine Programmierung abgearbeitet wird, oder auch eine bewusste Wahrnehmung stattfindet.
Wenn Du von einer Kamera aufgenommen wirst, aber es nur live-Bilder gibt und der Wachmann gerade einen Kaffee holt, wurdest Du dann "beobachtet"?
Wenn ein Wolf im Wald eine Fotofalle auslöst, wird der dann schon "beobachtet", oder erst wenn ein bewusstseinbegabtes Wesen die Bilder betrachtet?
Dass auch relativ einfache Maschinen aufgrund einer sensorischen "Wahrnehmung" reagieren oder gar eine "Entscheidung" treffen können, wirft die Frage nach der Funktion bzw. dem "Sinn" des Bewusstseins auf.
Dass Bewusstsein oder mentale Zustände nicht unbedingt für ein Funktionieren eines Systems, dass auf Inputs mit bestimmten Outputs reagiert, notwendig ist, ist ja nach den von Julian Braun verlinkten Folien ein Argument gegen den Funktionalismus:
Der Qualia-Einwand erinnert mich an folgende Fragen:
Brauche ich tatsächlich ein bewusstes Schmerzempfinden, um zu lernen, dass ich nicht auf eine heiße Herdplatte fasse?
Muss Sex (zumindest einem Beteiligten) Spaß machen, damit die Menschen nicht aussterben?
Oder ließe sich das alles unbewusst realisieren?
Wird im Buddhismus das Greifen oder Anhaften an solchen bewussten Sinnesempfindungen nicht als karmische Bedingung oder Ursache einer Wiedergeburt angesehen?





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