Zitat Zitat von DZXX Beitrag anzeigen
Er hat genau das drunter verstanden was man darunter verstehen kann nämlich Technicken mit dem kurzen Stock. Da brauchst du nur in das Buch vom Hatsumi zu gucken und da siest du die Sachen 1:1. ER verwendet den Namen ohne je in der Linie gelernt zu haben. So sieht der Stil dann auch aus.
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Zum 1:1 .
Bitte nenne in beiden Büchern ein paar Beispiele. Insbesondere für den Teil Bo-Kumite. Den habe ich in dem mir bekannten Buch von Hatsumi nicht gefunden. Vielleicht eine andere Auflage?

Was macht die denn so sicher, dass Georg Stiebler nicht doch von jemanden Materiel des Kukishin Ryu erlernt hat und lediglich ähnliche Bilderfolgen wie Hatsumi in seinem Buch verwendete?
Denn, wie mir jemand aus dem Bujinkan sagte, weil ich mal Kukishin und mal Kukishinden geschrieben habe: "Im Bujinkan System wird die Kukushiden Ryū gelehrt. Diese ist eine Abspaltung der Kukishin Ryū, die andere Lehrtraditionen und Methodik verwendet und auch durch einen anderen Sōke vertreten wird."
Und hat nicht auch der Aikido Begründer Morihei Ueshiba das Kukishin Aikido geschaffen?
Also ist es möglich, dass er außerhalb der Linie Takamatsu Toshitsugu - Hatsumi Masaaki gelernt hat.

side note:
Der von Georg Stiebler (verstorben 1997) begründete Stil, der heute im Kobudo Kwai Deutschland e.V. betrieben wird, nennt sich "Gendai Goshin Kobu Jutsu".
Zitat Zitat von DZXX Beitrag anzeigen
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Ach und als Hobbysportler kann ich einfach und falschem Label losmachen und weil ich die Sache nicht richtg gelernt habe jede Menge unsinn verkünden?
Du bewertest die frühen 1970er Jahre ohne die Begebenheiten der damaligen Zeit zu berücksichtigen.
Labeldenken im Kampfsport gab es Anfang der 1970er Jahre in Deutschland nahezu nicht. Stärkeres Markendenken in der deutschen Kampfkunst/Kampfsport-Szene kam erst später richtig in Schwung auf. Vorreiter waren da die nicht als Breiten-Sportverein agierenden privaten/kommerziellen Schulen. (Z.B. Horst Weiland mit dem Terrorkampf)
Die Öffentlichkeit kannte aus dem Bereich der asiatischen Kampfkünste/Kampfsportarten Judo, viele auch Jiu Jitsu oder Ju Jutsu, (einige wenige hatten was von Kendo und Aikido) gehört ansonsten hat man vieles immer irgendwie Karate genannt. Karate hatten die Leute schon mal gehört. Kempo war chinesisches Karate. Taekwondo war koreanisches Karate (obwohl es schon eine ganze Weile in Deutschland betrieben wurde.)
Die Leute gingen, wenn sie Karate lernen wollten, in einen Karateverein. Viele unterschieden dabei nicht ob Shotokan, Wado-Ryu oder irgendwas anderes.
(Und der vom Falken-Verlag auf das Cover gedruckte fette Titel des Buches von Georg Stiebler ist Bo-Karate.)

Und ja. Einem Hobby-Breitensportler der sich bis zu seinem Tod im Vereinssport engagiert hat kann man einige Dinge nachsehen. Auch wenn er mit dem im Falkenverlag verlegten Buch bestimmt auch ein paar wenige Deutsche Mark verdient hat. Anders als einem professionell agieren Kampfkunst-Firma Inhaber, der Bücher im Selbstverlag vertreibt und ein großes Franchiseunternehmen aufzieht.
Nebenbei erwähnt: Als Georg Stiebler anfing die Bezeichnung Kukishin Ryu in einem Sportverein für eine Sportsparte zu verwenden, war er Student der Rechtswissenschaften. Ich denke schon, dass die Nutzung der Bezeichnung rechtlich okay war. Moralisch, aus Sicht der 1970er, sowieso.

Bitte erläutere, welchen Unsinn Georg Stiebler in Bezug auf das Kukishin Ryu verbreitet haben soll, deiner Meinung nach.