Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
Es geht IMO aber nicht um die Kräfte, die in einem menschlichen Körper wirken, sondern um die Kräfte, die von außen auf einen menschlichen Körper wirken, bzw, die von dem menschlichen Körper nach außen wirken.
Die Schaubilder sollten gerade veranschaulichen, dass man von dem, was da im inneren wirkt, abstrahieren kann und nur die Wechselwirkung mit der Außenwelt betrachten.
Bzw. sie sollten die Konsequenzen aufzeigen, wenn es eine Struktur gäbe, die das von carstenm bzw. Inryoku für möglich Gehaltene leisten könne.
Dieser Erklärungsversuch scheint mir nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt, bei den Mitgliedern von Team Hummelflug habe ich es allerdings inzwischen eingesehen.

Wenn man das Innere - auf einer abstrakten, verallgemeinernden Ebene - betrachten will, könnte man sich überlegen, dass diese komplexe Situation aus einzelnen Elementen aufgebaut sind, für die jeweils obige Vektoraddition gilt.
D.h. von einem Element auf das nächste wird entweder die horizontale Komponente neutralisiert oder nicht.
Wenn die neutralisiert wird, wird von dem neutralisierenden Element wieder eine horizontale Komponente auf ein anderes Element der komplexen Struktur wirken...D.h. ein Element der Struktur wird sich entweder gemäß der Kraft bewegen, oder sich an einem anderen Element abstützen.
Das geht nicht kreisförmig, d.h. irgendwann ist man an der Körpergrenze angekommen und ein Element, dass mit der Außenwelt in Kontakt steht, wird sich in der Außenwelt abstützen, oder sich eben bewegen.

Eine Computersimulation wird nur eine Wirklichkeit simulieren, deren Gesetzmäßigkeiten einprogrammiert sind.
Dann kommt es drauf an, ob der Entwickler nun physikalische Gesetze einprogrammiert hat oder das Hummelfluggesetz.
Falls Ersteres: wie anders, als die komplexe Struktur aus einzelnen Elementen aufzubauen und sich für die Wechselwirkung der einzelnen Elemente untereinander die physikalischen Gesetze anzuwenden, würde man das simulieren?
Ich denke das ist der Knackpunkt der ganzen Diskussion hier. Das Hummelfluggesetz ist auch ein physikalisches Gesetz, denn eine Hummel fliegt sicher nicht entkoppelt von physikalischen Gesetzen. Das Thema kann nicht sein, ob etwas außerhalb von physikalischen Gesetzen stattfinden kann, denn das kann es nicht, sondern wie man was stattfindet korrekt beschreibt.

Am Anfang steht also die Frage, kann Carsten im Parallelstand Druck standhalten? Wenn er das kann muss das, was passiert, auch physikalischen Gesetzen entsprechen. Leider werden hier manche Äußerungen nach meinem Empfinden mittllerweile bewusst oder unbewusst missverstanden. S. die Äußerung von Carsten es gehe nicht um schieben. Du hast es so verstanden, dass man also gar nicht schiebt (Beitrag mit dem Spock gif), ich verstehe es so, dass der Schwerpunkt der Übung nicht auf dem Schiebenden liegt. Das kann man hier fast beliebig fortsetzen, s. Kräfteauflösung oder reduziertem Groundpath. Das mag physikalisch nicht optimal ausgedrückt sein aber muss es das denn? Zunächst geht es doch darum, besser mit Druck umghen zu können und anderen zeigen zu können, wie man das macht. Wenn man es kann, unterleigt es natürlich auch physischen Gesetzmäßigkeiten.

Als Beispiel wie ich einen reduzierten Groundpath verstehen würde - wenn Druck kommt, rootet man bzw. hält dagegen (Fokus auf Groundpath), oder man versucht, möglichst viel durch Flexibilität bzw. flexible Strukturen im Körper und "Weichheit" abzufangen (was nach meiner Ansicht Carsten meint mit Auflösung der Kräfte im Körper). Da lösen sich di Kräfte selbstverständlich nicht auf, aber verteilen sich anders. Genauso wie wenn mir jemand direkt auf die Brust schlägt oder ich halte eine Pratze direkt auf meine Brust und jemand schlägt drauf. Beides mal geht die gleiche Kraft in mein System aber ich kann im zweiten Fall besser damit umgehen, weil die Pratze sie anders verteilt. Und ich denke auch nicht, dass Carsten beliebigen Druck im Parallestand abfangen kann, da wie Du sagst irgendwann an eine Körpergrenze kommt, wo man sich bewegen muss.