Zu oben:
Lan Zha Yi beginnt standardmäßig mit einer Abwehr der gegnerischen Faust mit der rechten Hand. Auch die linke leitet nach unten ab und verteidigt.
Dann kommt das Öffnen des Gegners, son kann man z.B. einen Schulterstoß platzieren.
Oder man schützt Kopf (rechts) und Seite ( links) mit den Armen.
Anschließend kann die drehende "Windmühlenbewegung" den Gegner nach rechts ( von ihm aus links) herausdrehen und entwurzeln.
Oder aber man greift jetzt seine Arme auf, um ihn dann übers eigene rechte Bein zu werfen ( vgl Video).
Aber beim breiten Stehen mit den Armen vorm Körper kann man auch Abwehren, Druck gegen den rechten Arm wegrotieren und dann den Gegner entweder entwurzeln oder in der Endposition wegsrücken/-stoßen.
Klarer kann ich diese Standards ( es gibt noch mehr, Hebel etc) in Kürze nicht formulieren, aber ich mache demnächst mal ein Video.
Und zugegeben, manche Zweige der Chenfamilie haben nicht so viel Interesse daran, dem Mainstream den kämpferischen Hintergrund unseres Stils zu vermitteln.
Aber das heißt ja nicht, daß er nicht existiert.
Hier müssen wir auch differenzieren: gerade die Laojia als Basic gongfu jia ( Übungsrahmen) soll den Einsteiger schulen ( und bietet Geübten fast endlose Entwicklungsmöglichkeiten).
Es geht um Umsetzung von Struktur, Prinzipien, Gewichtsverlagerung, Koordination, Beinkraft, Ausdauer, Techniken, Gleichgewicht, Dantian-Rotation usw.
Die enthaltenen Standard- Anwendungen sind andere als bei der Xinjia und folgen ebenfalls einem Lehrplan.
Von einfach hin zu komplex.
Aber: wer Erfahrung hat, weiß, daß Kämpfer ihre 3-5 bevorzugten Techniken haben, die sie tausende Male trainiert haben und mit denen sie ihre Kämpfe gewinnen.
Die in der Form enthaltenen zig Techniken basieren auf dem Grundprinzip, wollen verstanden werden und schulen erst mal die kämpferischen Grundlagen. Das Verständnis unterschiedlicher Anwendungsmöglichkeiten und Techniken ist in diesem Zusammenhang förderlich und erhöht das Verständnis- aber um sie zu perfektionieren braucht man Kampftraining- samt Kraft und Ausdauer.
Zu unten:
Was ich damit meine ist, daß man mit zunehmender Erfahrung schneller und mehr aus einer Performance herauslesen kann und somit mehr über den Performer erfährt.
Ich sehe heute mehr, als vor 10 Jahren und werde in weiteren 10 Jahren hoffentlich mehr herauslesen können, als heute.






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