Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
@ Aiki5O+:

Ich gebe zu, ich verstehe diese Theorie-Diskussionen nicht. Das ist doch ein Thema, das sich allein in der Praxis bearbeiten lässt.
Mit meinen Beiträgen am Sonntag habe ich wohl den Faden verloren; deshalb will ich es damit belassen.

Zitat Zitat von carstenm Beitrag anzeigen
Was kuzushi anbetrifft, ist mir nicht klar, wovon wir reden:
Nach meinem Verständnis ist kuzushi das wesentliche Element jeder Aktion im aikidô, wie ich es lerne und übe. Und wohl auch das Schwierigste. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, wie man z.B. tenchi nage üben kann, ohne kuzushi zu erzeugen. Bzw. das jedenfalls zu versuchen. Und zwar jedesmal.

Ich meine mit kuzushi das Gleichgewicht des Partners stören.
Ist das bei dir tatsächlich nicht Teil des Übens und der Technik?
Oder meinst du mit kuzushi etwas anderes?
Ich meine das hier:
Zitat Zitat von "Rambat" Beitrag anzeigen
sehr vereinfacht ausgedrückt versteht man unter "tsukuri": ich bewege mich in eine für mich günstige position, die für den gegner ungünstig ist. dadurch und dabei störe ich das gleichgewicht des gegners (vereinfacht ausgedrückt: kuzushi).
folglich ist "kuzushi" ein bestandteil des "tsukuri"
Ich habe "Gleichgewicht stören" und "Gleichgewicht brechen" für Synonyme gehalten; ich gebe zu, dass es für Diskussionen hilfreich ist, die beiden Begriffe zu unterscheiden.

Wenn für dich schon "kuzushi" das schwierigste Element einer Aktion ist, dann gilt das für mich als Weißgurt erst recht. Nach meinem Verständnis gibt es grob folgende Möglichkeiten, wie erfolgreich mein kuzushi-Versuch ist und Uke reagiert:

  1. Ukes Gleichgewicht wird nicht gestört und der Wurf gelingt nicht
  2. Ukes Gleichgewicht wird nicht gestört, aber Uke geht mit und lässt sich werfen
  3. Ukes Gleichgewicht wird gebrochen, d.h. er fällt (oder rollt) vor dem eigentlichen Wurf (der geübt werden soll)
  4. Ukes Gleichgewicht wird gestört, aber nicht gebrochen; der Wurf gelingt.

Bei 1 kann ich was (über kuzushi) lernen, bei 2 nicht; aber leider ist 2 in meiner Erfahrung der häufigste Ausgang zumindest beim Üben mit Anfängern und Partnern auf gleichem Level wie ich. Im 3. Fall ist das Übungsziel auch verfehlt; bei weniger erfahrenen Ukes verzichte ich bewusst auf kuzushi, damit die äußere Form geübt werden kann.
Meine konkreten Probleme können aber natürlich nur auf der Matte und nicht im KKB gelöst werden.