Zitat Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Die Lage schlägt für die ganze Gruppe um, egal wer und wie viele direkt bedroht sind. Und auch wenn du zuerst nicht direkt eingreifen kannst, kann sich eine schnell entwickelnde Lage so ändern, dass du plötzlich doch eingreifen musst. Vielleicht ändert der Angreifer die Laufrichtung, vielleicht verschiebt sich ein Kollege, so dass der Sicherungsschütze kein freies Schussfeld mehr hat. Vielleicht stürtzt ein Kollege beim Verschieben/Zurückweichen. Vielleicht hat eine Waffe eine Funktionsstörung. Vielleicht erreicht der Angreifer einen Kollegen und es kommt zum direkten Nahkampf. Vielleicht greift plötzlich jemand der drittes ein...


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Ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. All das was du schreibst bestreite ich doch garnicht , aber es erklärt dennoch überhaupt nicht , weshalb man nicht an die cam denken sollte . Deshalb nochmal, das was du beschreibst findet dann doch in wirklich jeder bedrohlichen Lage statt , und wenn es soooo unmöglich ist dann an die cam zu denken , dann macht die A) keinen sinn mehr (für SOLCHE Situationen ) und müsste B) um mSinn zu bekommen ,vom Vorgesetzten per Fernsteuerung ausgelöst werden .

Für Leute die nicht in unmittelbarer Gefahr sind, vielleicht sogar gar nicht vor Ort aber zum Beispiel Funkverkehr mitbekommen kann die psychische Belastung sogar größer sein, als für den Angegriffenen. Ich weiß von einem Fall, wo jemand PTBS entwickelt hat, weil er in der OpZ über Funk am Gefecht teilnehmen musste und nicht direkt eingreifen konnte. Ist zwar eine ganz andere Situation, zeigt aber, dass keine direkte Bedrohung nicht bedeutet, dass man viel entspannter an die Lage geht.
Von entspannt wollte ich auch nicht reden, im Gegenteil, wenn Spannung sich zeigt und die Situation den Richtlinien entspricht für den Einsatz , DANN müsste das Training sofort anspringen. Mit der Waffe und der Sicherheitshaltung klappt es ja auch. Ist eine Frage der Ausbildung .

Periphäres Sehen und Denken sind wichtig. Allerdings ist die Kamera zum Lösen der Lage vollkommen irrelevant. Sie ist nicht in der Lage die Lage zu deeskalieren und auch nicht in der Lage einen Kollegen unmittelbar zu schützen.
das ist ja jetzt mal völlig daneben als Argument. keiner hat behauptet das die Cam deeskalieren soll , oder eine Lage lösen soll. wie kommst du jetztauf solche Betrachtungen ?
Es ging mit dem Peripheren Sehen und Denken darum , das es dich eben auch befähigt , solche Sachen wie eine cam im Auge zu behalten OHNE den Eigenschutz zu vernachlässigen . Mehr nicht.

Liegt das wohl daran, dass bei der Regulierung der Kameras nicht an solche extrem dynmischen Situationen gedacht wurde. Man kann nicht erwarten, dass die Beamten sich in lebensbedrohlichen Situationen noch Gedanken machen wann sie die Kamera an und aus schalten müssen. Entweder sie ist von Anfang an an oder aus.
Waren sie hier aber.
Keine Ahnung ob es daran liegt. Aber nehmen wir es mal an als Denkspiel, dann wäre die Fernauslösung keine schlechte Wahl.

Meiner Meinung nach eine sehr merkwürdige Prioritätensetzung. Wenn ich den Satz "In der Situation Ruhe bewahren und" vervollständigen müsste würden da dutzende Sachen kommen bevor ich überhaupt an die Kamera denken würde.
Natürlich könnte man das ganze so regulieren, dass bei einem Einsatz immer jemand für die Einhaltung der Kamerabestimmungen zuständig ist und dann bei einer Lageänderung schnell die Kamera einschaltet. Das wäre aber meiner Meinung nach ziemlicher bürokratischer Unsinn und Ressourcenverschwendung. Entweder man reguliert es so, dass die Kamera immer an ist und dann wird halt hinterher was gelöscht oder man muss damit leben, dass in solchen dynamischen und schnell entwickelnden Situationen mal keine Kamera an ist
Die cams sind aber nunmal da und werden (auch in Medien ) öfter mal beworben , also dargestellt wie gut sie unterstützen können.
Ich sehe nicht die Prioritäten als Problem , siehe Ausbildung , sondern wie sie kommuniziert werden .