
Zitat von
Cam67
Für den Tathergang , also der Auswertung des Geschehens , WENN hinterher Fragen auftauchen, können sie wertvoll sein. Sei es zur Abschmetterung von Vorwürfen oder halt den Bestätigen , denn nach Waffengebrauch gibts ja immer eine Untersuchung danach .Das ist so MEINE Naive Ansicht dazu ..
Und daher ist es für den Beamten in der Situation vollkommen irrelevant. Wer sich in so einer Lage mit Dingen beschäftigt oder beschäftigen muss, die für bürokratische Nacharbeit wichtig ist, der verschwendet wertvolle Hirnressourcen. Und auch antrainierte Automatismen brauchen Hirnkapazität. Es müsste nämlich jede Lage durchgängig auf die Richtlinien für den Kameraeinsatz geprüft werden. Und nebenbei wird noch Trainingszeit verschwendet in der man diesen zum Lösen der Lage vollkommen unnötigen Automatismus antrainieren muss.

Zitat von
Cam67
Ich sag mal so frech , Ja, da ich einige heftige Unfälle , Abstürze und Hust , Gespräche , hinter mir hab und ja , antrainierte Verhaltensweisen haben mir die Versehrtheit , ev den ***** gerettet. Hätte ich ein Video machen können ? neee. weil die Situationen akut , heftig , direkt waren . Also nix mit erstmal hingehen und wissen ,das etwas schon dynamisch ist und eskalieren KANN. Sehe ich nach wie vor als Unterschied.
Ich glaube du schätzt die Lage ein bißchen falsch ein. Klar geht man an solche Situationen mit dem Hintergedanken hin, dass die Situation von Selbstgefährdung plötzlich auf Fremdgefährdung wechseln kann. Daher auch der Sicherungsschütze. Trotzdem ist es in dem Moment für die Beamten auch akut, heftig und direkt. Und auch zum Teil überraschend. Die meisten Leute werden bei sowas sogar noch überrascht wenn sie sowas schon ein, zweimal erlebt haben. Wenn plötzlich jemand einen umbringen will, sei es nun man selbst oder einen anderen Beteiligten, ist das nochmal eine ganz andere Intensität, als wenn einem einer die Vorfahrt nimmt oder man irgendwo runter fällt.
“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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