Nichts gegen den Herrn Busch, aber das Müller ist genau so ein Beispiel - der Anschliff bei denen ist sowas wie 40° inklusive, sprich es ist hinter dem Apex ziemlich dick (ich hatte mal eins, wenn auch nicht genau das Modell). Das passt auch für den S90V, genauso wie für alle Familienangehörigen, die ich bisher testen konnte (S30V, S110V), weil die zu Mikroausbrüchen neigen, wenn man sie dünn ausschleift. Aber vernünftig schnitzen kann man damit so nicht, das braucht viel zu viel Kraft und dann wirds unlustig, bei sowas wie Knochen umso mehr. Genau das ist gemeint, wenn jemand sagt "These steels hold a working edge for a very long time" - der Apex nutzt sich aufgrund des hohen Karbidvolumens extrem langsam ab (wenn man nicht zuviel damit hebelt), aber eben primär dann, wenn die Geometrie nur sehr begrenzt schneidfreudig ist. Und wenn man den Schneidwinkel reduziert (habe ich bei meinem Spyderco Millie in S110V gemacht), läuft man eben Gefahr, die Vorteile des Stahls einzubüssen.
Ergo: Stahl muss zur Geometrie passen, und die Geometrie zum Anwendungsbereich.





Mit Zitat antworten