[QUOTE=Schnubel;3881751]und dann noch barfuß. Das hatte ich auch immer gehaßt. Basketball zum Aufwärmen spielen.
das technische Problem beim Ju-Jutsu ist, daß man viel viel viel mit reinpackt, aber an sich gar nicht die Zeit hat, das alles so in der Tiefe zu üben und einzutrainieren. Normalerweise müßte man Schwerpunkte setzen. Für die normale SV wäre das auch gut möglich, sich das beste für sich herauszusuchen, was gut funktioniert.
Macht man Prüfungen und will sich darauf vorbereiten, bleibt das auf der Stecke. Da will man möglichst ausgefallene Kombis sehen. Das offizielle Prüfungsprogramm, welches mal auf VHS gab und vllt. später auf DVD, war "nur" Standard. Das wollten manche Prüfer nicht wirklich sehen.
Das Ju-Jutsu 2000, nach dem ich dann eine Schwarzgurtprüfung gemacht habe, war die Hölle. Mit dem Tag des Ablegens dieser Prüfung, war ich auf keinen Fall mehr von dem System überzeugt. Zumindest nicht so, wie es gelehrt worden ist und was man verlangt hat. Draußen müssen Techniken funktionieren und auch nicht schön aussehen. Ich denke, man wollte da so viel wie möglich reinpacken, aber unter dem Strich kam nur Mist raus.
Und ich hatte einen "Apotheker" als Trainer, seines Zeichens mittlerweile 6. Dan. Der wollte was von SV erzählen. Von was will der denn eine Ahnung haben, wie es draußen tatsächlich zu geht und wie man da agiert. Ju-Jutsu war früher für die Polizei, später sollte es für jeden zugänglich sein. Hatte ja auch Spaß gemacht, wenn man es von der spielerischen Seite sah, aber zu SV-Zwecken wurde es entfremdet, weil zu viel in den Prüfungs- und Trainingsprogrammen enthalten ist.
Wenn ein Lehrer nicht in der Lage ist, das System wirklich auf SV-Basis zu trainieren, dann ist es lediglich ein netter Zeitvertreib. Ein zahnloses Raubtier, was zu einem Kuscheltier geworden ist.
Aber leider teilweise im Karate auch nicht anderes. Mit irgendwelchen dubiosen Bunkaiformen will man was von SV erzählen.
Dem ist nicht hinzu zu fügen - perfekt gesagt![]()





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