
Zitat von
B1tst0rm
Die "Schnupperseminare" sind erschwinglich (ca. 100€ pro Tag). Richtig Geld kostet die "Ving Tsun Masterclass". Der Grundpreis ist vierstellig (inklusive Waffen). Wenn Du die Reisekosten d.h. Benzin, Hotel, Verpflegung etc. für alle Termine summierst, bist Du wahrscheinlich auch fünfstellig.
Das kann ich noch ergänzen:
Masterclass im oberen 4 stelligen für 2 Jahre bei einmal Wochenende im Monat inklusive alle allgemeinen Seminare. Man braucht Trainingspartner logischerweise zuhause. Wenn man reisen muss und möglichst viele Seminare in den 2 Jahren nutzen möchte, kommt man natürlich locker in den 5 stelligen. Die Leute, die das machen haben eigene Schulen und entsprechende Schüler, die entweder ebenfalls Masterclass machen oder zumindest fortgeschritten genug sind, um sie als Übungspartner zu rekrutieren.
Jetzt doch noch zur stilistischen Seite:
Ja, der Stand ist sehr breit (wie in einigen wing chun Stilen, z.b. WSL. Jedoch in den Waffen ist man sehr dynamisch. Die Taktik besteht darin, den anderen kommen zu lassen und eben nicht anzustürmen. Darauf ist das System, abgeleitet aus den Messeranwendungen, ausgerichtet. Man muss allso nach dieser Taktik nicht schnell nach vorne sein, dafür sehr sicher in der aufrechten Körperstruktur und den Winkeln der einzelnen Techniken. Beine werden so behandelt, dass bei Kontrolle der Arme jeder Tritt verhindert werden sollte.
Wie gesagt, ich halte die Taktik für in sich geschlossen. Alles basiert auf der SNT und auf Qualität der einzelnen (wenigen) Bewegungen und auf der strangen Einhaltung der Taktik. HP dient u.a. dazu, eine ungünstige Position wieder herzurichten in einen Vorteil.
Für mich deckt das den Bereich von Zweikampf, den wing chun abdecken soll, sehr gut ab. Zumindest ist es interessant und lehrreich, solch ein komplett überarbeitetes und dennoch an original Prinzipien orientiertes System zu kennen.
Und gleichzeitig ist auch Sergios Ansatz interessant, weil der eben ganz andere Dinge abdeckt, die einen zumindest nicht dümmer machen.
Und: Es sollte sowieso jeder sein eigenes Ding als weit Fortgeschrittener konstruieren. Anhaften an Traditionen ist nach wie vor für mich nicht erstrebenswert.
Befreie Dich von Konkurrenz-Denken. Du bist hier, um zu erschaffen, nicht zum Wetteifern um das, was bereits erschaffen ist. Du musst ein Schöpfer werden, nicht ein Konkurrent.