Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
1.) es gibt solche und solche.
Tohei berichtet ja davon, dass bei seinem ersten Besuch im Aikido-Dojo von Ueshiba ihm vom ersten Kontakt schmerzhaft der Arm verdreht wurde, er sich nichts anmerken ließ, aber meinte, dass man normalerweise am Schüler den Lehrer erkennt und er wieder gegangen wäre, hätte Ueshiba nicht so einen guten Ruf gehabt.
Hm.
Das Ereignis das Tohei beschrieb zeigt, dass er es hier mit einem Schüler zu tun hatte, der ihn mit einer schmerzhaften Hebel beeindrucken wollte. Ueshiba hätte ihn kontrolliert, ohne dass er genau gewusst hätte was er eigentlich macht.
Erfahrene Anwender setzen Hebel so ein, dass sie damit den Körper kontrollieren, ohne übermäßigen Schmerz zu erzeugen. Wenn man an Handgelenkshebel wie diesen Beugehebel gewöhnt ist, merkt man ja irgendwann auch gar keine Schmertzen mehr, sondern sieht das ganz entspannt als Dehnungsübung.
Kontrolle wird ausgeübt, in dem man über die Struktur Gelenke blockiert und dadurch die Freheitsgrade der Bewegung einschränkt, nicht weil man Schmerzen erzeugt, das ist low-level. Deshalb stand im Aikido, bzw. im Daito-ryu das Jujutsu so eher im unteren bzw. im Anfänger-Bereich (in dem die meisten Schüler dann auch blieben), darauf bauten dann die Stufen des Aiki-Jujtutsu und Aiki no Jutsu auf. Wie schon gesagt kann man von Polizisten nicht erwarten, dass sie das auf einem höheren Niveau können, was sie können reicht ja in Normalfall aus. Das sind ja keine Leute mit irgendwelchen Skills, die sich an der Straße festgeklebt haben, und denen man nur mit "Geheimwissen" beikommt.
Deshalb auch, wenn heute jemand kommt und behauptet Aiki-jutsu zu machen, dann ist das oft ziemlicher Unsinn...