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Und Genießen hier und Maßhalten dort sind einander ausschließende Konzepte?
Nein, das hat hier doch auch niemand behauptet?!

Speziell zum Elfentypen: Der bewegt sich mE nicht im normalen Bereich zwischen Genießen und Maßhalten, sondern lebt im Extrem.


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Schmeckt Schokolade besser, wenn ich statt der einen Rippe die ganze Tafel wegfuttere?
Das einzelne Stück Schokolade schmeckt nicht besser, aber der Genuss hält bei der ganzen Tafel länger an.

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Muss "Leckeres", muss "Genuss" hochkalorisch sein?
Nein, aber es spricht auch nichts dagegen, wenn Gerichte hochkalorisch sind und dadurch eben oft besser schmecken, als ihre kalorienarmen Imitate.

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Ich erlebe jedes Jahr um diese Zeit Leute, die mehr oder minder kummer- und reuevoll rekapitulieren, wie viel sie über Weihnachten zugenommen haben, weil ... "das Essen so gut war".
Naja, wenn sich diese Menschen im Alltag zwischen Silvester und Weihnachten oft gesünder bzw. anders ernähren würden, was nicht zwingend mit einer Dauerdiät zu verwechseln ist, würde die Zunahme über die Feiertage im wahrsten Sinn des Wortes nicht nennenswert ins Gewicht fallen.
Das wissen diese Menschen mE idR selbst sehr gut, wenn sie ehrlich zu sich sind. Wer sich schlecht ernährt, ist ja deshalb nicht gleich dumm oder unreflektiert.

Ich habe auch den Eindruck, dass es ein bisschen sozial zum guten Ton gehört, sich über eine tatsächliche oder auch nur befürchtete Gewichtszunahme zu beklagen, wenn man in Anwesenheit anderer etwas hochkalorisches isst. Gerade bei Frauen scheint das Pflicht zu sein.
Komisches Sozialspiel, da verstehe ich bis heute die Spielregeln einfach nicht.

Für mich ist das eine fremde Welt. Ich war jahrelang magersüchtig, stark untergewichtig (ohne fasten, nur durch wenig essen) und bin bis heute froh, Essen wieder genießen zu können und einfach zu essen, worauf ich Appetit habe. Und wenn es eben 'ne Packung Chips oder 'ne Tafel Schokolade ist, das geht mir häufiger so, als dass ich nach der Hälfte oder nur ein paar Stücken Schokolade keinen Appetit mehr darauf habe. Letzteres kommt zwar auch vor, aber seltener.

Ich kann schon verstehen, wenn Menschen sich schwer damit tun, abzunehmen und ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Und der gute Wille, etwas an seiner Ernährung zu ändern, ist an sich ja auch löblich, aber man kann es auch übertreiben mit dem Drang zur (vermeintlich) gesunden Ernährung - so wie dieser Elfentyp. Evtl. könnte man den als orthorektisch bezeichnen.

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Wird Essen besser, wenn und weil ich es mir im Wortsinne im Überfluss einverleibe?
Na wenn man es bis fast zum Erbrechen isst, sicher nicht. Aber wenn es gut schmeckt, was soll dann dagegen sprechen, sich daran satt zu essen?