Zitat Zitat von VincentPrice Beitrag anzeigen
Willst Du damit jetzt ernsthaft implizieren, Kani Basami als (zu) gefährlich einzustufen resultiert aus mangelnder Kenntnis der Technik? Da würde ich nämlich sagen das reicht nicht für halbgar, sondern schon eher in der Mitte noch tiefgefroren.

Das Problem bei Kani Basami ist ja gerade das hohe Risiko für Uke bei schlampiger Ausführung. Uke hat so gut wie keinen Einfluss darauf wie Tori ihm seitlich ins Knie springt. Der kann ja eben nicht mehrheitlich tappen bevor irgendwas reißt, weil er keine Zeit hat die Gefahr zu erkennen und zu reagieren.
Im Prinzip ja, wenn Du so willst - aber das geht eben in beide Richtungen. Wenn Tori nie Kani Basami trainiert, weil so gefährlich und nur für den Wettkampf (wurde mir zum Beispiel schon von BJJ-Schwarzgurten so erklärt, mindestens einmal mit dem Nachsatz "Und im Wettkampf ist es mir egal, wenn sein Knie kaputt geht"), dann springt er mit hoher Wahrscheinlichkeit suboptimal rein, schlimmstenfalls auch schon mit der entsprechenden Intention. Und wenn Uke dann noch nicht checkt was Sache ist und versucht stehen zu bleiben, dann haben wir das Malheur. Es geht nicht um Tappen, es geht um Mitgehen oder Ausweichen statt dagegenhalten. Und das ist auch keine Frage von einer bewussten Entscheidung, sondern von eintrainierten Reflexen - so wie ein Breakfall keine bewusste Entscheidung sein darf, sonst wird das nix.
Alternativ möge man mir bitte erklären, warum Kani Basami weder im Ringen noch im Sambo ein Problem oder eine verbotene Technik darstellt.