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Wenn Tori nie Kani Basami trainiert, weil so gefährlich und nur für den Wettkampf (wurde mir zum Beispiel schon von BJJ-Schwarzgurten so erklärt, mindestens einmal mit dem Nachsatz "Und im Wettkampf ist es mir egal, wenn sein Knie kaputt geht"), dann springt er mit hoher Wahrscheinlichkeit suboptimal rein, schlimmstenfalls auch schon mit der entsprechenden Intention.
Da stimme ich zu, das ist doch aber Teil des Problems. Es gibt keine Möglichkeit seitens des Regelwerks eine sichere Ausführung zu belohnen. Der Takedown funktioniert weitgehend unabhängig davon welches Risiko Tori für Uke in Kauf nimmt.


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Und wenn Uke dann noch nicht checkt was Sache ist und versucht stehen zu bleiben, dann haben wir das Malheur.
Aber eben nicht nur dann. Natürlich kann Uke in gewissem Rahmen Einfluss nehmen um eine Verletzung zu vermeiden. Aber eben in wesentlich geringerem Umfang als bei den allermeisten anderen Techniken. Zum einen ist es mit mitgehen definitiv nicht zuverlässig getan und zum anderen würde ja auch das nur eine leichtsinnigere Ausführung Toris weiter belohnen. "Ich spring möglichst irre rein, dann muss er ja mitgehen und der Takedown klappen"


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Alternativ möge man mir bitte erklären, warum Kani Basami weder im Ringen noch im Sambo ein Problem oder eine verbotene Technik darstellt.
Ich möchte mal sagen weil er unter dem Radar fliegt. Im Judo ist er ja nach der spektakulären Verletzung Yamashitas im Finale der All Japans 1980 verboten worden.

Grundsätzlich führt er im Judo zu einem potentiellen Ippon wodurch die Kontrolle am Boden irrelevant wird. Im BJJ ist er ein Übergang direkt in eine dominante Position für das Leg Lock game.

Im Ringen ist er nach meinem eher beschränkten Einblick lange nicht so interessant, da er ja letztendlich nur der Auftakt zum fröhlichen scramblen ohne so richtig klaren Vorteil für Tori ist. Im Sambo kann man über die Bedeutung der Leg Locks sicher diskutieren, die haben aber lange nicht den Stellenwert wie im BJJ und Spezialisten, die diese Abkürzung ins Leg Lock game nehmen möchten, spielen kaum eine Rolle afaik. Ein Potentieller "Ippon" bleibt er natürlich trotzdem, aber wie gesagt im Sambo gab es eben keinen Yamashita.


Im Übrigen finde ich, dass die Einschränkung die Hand vorher aufstützen zu müssen die ganze Problematik relativ gut entschärft. Das verringert deutlich das Verletzungsrisiko und der Takedown bleibt trotzdem weitgehend effektiv. Das kenne ich leider nur von ganz wenigen vereinzelten BJJ Regelwerken.