Als jemand, der zur Zeit in der Schweiz lebt, aber vorher ausser in Italien und Österreich auch in Deutschland: die Schweiz ist in vieler Hinsicht ein gewisser Sonderfall. Dazu gehört auch, dass mir als Expat bei jeder sich bietenden Gelegenheit erklärt wird, wie viel besser alles doch in der Schweiz geregelt seiDie Umkehrung in eine Parodie ist mir aber neu, danke dafür
Ich würde es so ausdrücken: das ganze Konzept der Schweiz funktioniert deswegen so, weil allen Bewohnern klar ist, dass man in vieler Hinsicht einen Sonderstatus gegenüber allen Nachbarländern hat, und diesen Sonderstatus unbedingt halten will. Die allermeisten Probleme lassen sich lösen, indem man einfach mehr Geld in die Hand nimmt - wenn es z.B. Mangel an Pflegefachkräften gibt, dann wird man das in der Schweiz als Letzter merken (auch wenn man dadurch ggf. den Mangel in den Mangel in den Balkanländern etc. verstärkt). Das heisst nicht, dass man nicht auch Nägel mit Köpfen macht, z.B. als man 2008 bei der Einführung des neuen (Einhand-) Soldatenmessers auch gleich das Führen von Einhandmessern erlaubt hat, und diese auch noch gleich als NICHT gefährliche Gegenstände deklariert hat. Man argumentiert hier gerne damit, dass die Schweiz im Gegensatz zu den Nachbarländern eben eine Sackmesserkultur habe - das mit dem Gegensatz stimmt so zwar nicht wirklich, aber egal. Dennoch wird immer wieder mal nach einer Messerstecherei im Ausgang ein Führungsverbot diskutiert, das könnte hier also ggf. auch noch in der einen oder anderen Form kommen.







Die Umkehrung in eine Parodie ist mir aber neu, danke dafür 
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