Hallo,
Dies ist eine These, die ich (auf Grund von genügend Gegenbeispielen) rundheraus ablehne.
Vor einem Jahr hat mir ein 72-jähriger einen Gyaku-Zuki in Zeitlupe reingezimmert (durch ein 15cm Körperpad), der mich komplett durchgeschüttelt hat. Vom Schädeldach mit Fußzehe.
Fritz ist auch schon die eine oder andere Dekade älter als ich und der lässt mich mit drei Techniken zusammenbrechen, bevor ich die erste gesehen habe.
Ich selbst habe mich in den letzten fünf Jahren massiv weiterentlickelt (Achtung: Ich habe nicht geschrieben, verbessert!). Ich bin jetzt wesentlich lockerer, schneller und wirkungsvoller als bei meiner Prüfung zum Godan. Außerdem hat sich mein theoretisches Wissen und praktisches Können auf dem Gebieten von SV- und Bunkai (was inzwischen für mich ein Gebiet geworden ist) stark erhöht.
Wenn man Fortschritt allerdings als den Shotokan-Dreiklang versteht: tiefer stehen, höher treten, mehr Krampf, dann gebe ich Dir Recht.
Objektiv gesehen, heißt "eine Prüfung bestehen" nichts weiter als "die Mindestanforderungen des/der Prüfer erfüllen".
Indem der Prüfer den Prüfling jahrelang verfolgt. (Äh, also nicht stalkt!!)
Bei mir gibt es zwei Arten von Prüfungen:
1.) Leute die ich nicht kenne: 08/15 Prüfungsprogramm
2.) Leute die ich kenne und die regelmäßig zu mir kommen: Betrachtung und Bewertung des persönlichen Fortschritts seit der letzten Prüfung.
Der Grund, warum ich mich an diesem Amt so festklammere ist, und ich hatte das schon mehrfach im Forum erwähnt, dass ich gewährleisten möchte, dass mein persönlicher Blick auf Prüfungen für andere irrelevant ist. Mein Ego ist nicht so groß, dass ich mein Karate als das "wahre" Karate interpetiere.
Ich möchte, dass die Prüfer des SKB ihre persönlichen Schwerpunkte ihren Schülern weitergeben und ihre Prüfungen dementsprechend gestalten können.
Grüße
Sven






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